International MedCommunications
   
press conferencespress releasestopics plannedphotosspeakersthe agencycontact uslinkslast updatedate

PRESSEMELDUNG

NO EMBARGO – 21. März. 2007

Gesundheit / Wissenschaft / Augenheilkunde

„Quantensprung“ in der Augenmedizin
Neues Hornhaut-Transplantationsverfahren !


Homburg/Saar/Deutschland (IntMedCom/WAS). Erst eine weitere Universitäts-Augen-Klinik – Erlangen - im Deutschen Sprachraum wendet neben der Augenklinik am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) das innovative Laser-Verfahren zur Hornhauttransplantation an. Die neu etablierte Methode nennt sich „Excimer-Keratoplastik“ und benützt statt des bislang üblichen Rundmessers ein Zeiss-Laser-Schneidegerät zum Ausschneiden des Transplantats. Der Vorteil der neuen Methode? - Spenderhornhaut und Empfängerauge werden präziser aufeinander abgestimmt. Das neue Verfahren erzeugt senkrechte und passgenaue Schnittkanten, die beim bislang üblichen Verfahren so nicht gewährleistet werden konnten. Der Vorteil? – Höhere, optimale „Passgenauigkeit“ des Transplantats. Die Exaktheit folgt dem Schlüssel-Schloss-Prinzip.

Univ. Prof. Dr. Berthold Seitz von der Univ. Augenklinik im Saarländischen Homburg: „Durch den Einsatz eines speziellen Lasers der Firma Zeiss-Meditec können wir unseren Patienten als bundesweit zweite Universitäts-Augenklinik eine sehr präzise und schonende Transplantationsmethode anbieten. Wir haben in Homburg bisher 100 Patienten nach dieser Methode operiert und stellen kürzere Heilungszeiten, weniger Nebenwirkungen und eine höhere Sehkraft fest. Diese Ergebnisse sind auch durch klinische Studien belegt.“

Seitz weiter: „Neben dem klaren Transplantat mit regulärer Krümmung sind Nahttechnik sowie Schnittführung für den Heilungsverlauf von großer Bedeutung, da sich ansonsten eine starke, teils irreguläre Hornhautverkrümmung mit Sehkraftbeeinträchtigung ausbilden kann“, erläutert Professor Seitz.“

Die Vorteile? – Verminderung des mechanischen Drucks durch die Schnittführung mit dem bislang verwendeten Rundmesser, was zu Stauungen bzw. Zerrungen beim Transplantat- oder Empfängergewebe führen kann und als „Spannung“ beim Nähen gespeichert wird. Beim Entfernen der Fäden kann es zu einer Spannungsentladung kommen, die eine unerwünscht hohe Hornhautkrümmung mit schlechterer Sehkraft zur Folge hat.

„Eine Hornhaut-Transplantation bedeutet für die Empfänger den Weg zurück in ein normales Leben oder wie es viele treffend beschreiben - einen Unterschied wie Tag und Nacht“, betont Prof. Seitz.

Die in Erlangen mit Seitz entwickelte „Excimer-Keratoplastik“ wird seit rund einem Jahr in Homburg/Saar eingesetzt. Das spezielle Schlüssel-Schloss-Prinzip beim Zuschnitt von Transplantat und Empfängerauge sorgt für eine exakte Ausrichtung. Acht mikroskopisch kleine (0,3x0,2 mm) „Zähnchen“ (siehe Bild) nach außen bei der Spenderhornhaut korrespondieren mit acht Kerben beim Patienten. Klinische Studien belegen die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Methode. Wegen eventueller Abstoßungsreaktionen in der ersten Zeit bedarf die Transplantation einer intensiven Nachbehandlung. Abschließend die gute Nachricht für Interessenten: Operationskapazitäten sind noch frei.

Abb.: Hornhaut-Transplantation mit „Excimer-Laser“: mit einer doppelt fortlaufenden Kreuzstichnaht wird die nur 0,5 mm dicke Spenderhornhaut eingenäht. Diese gibt dem Patienten das Sehvermögen zurück.

 

 

 

 

 

SERVICE.

Kontakt für Rückfragen:
Univ. Professor Dr. Berthold Seitz
Augenklinik des Universitätsklinikums des Saarlandes, 66421 Homburg/Saar
Tel. +49/(0)6841/16-22387; Fax:+49/(0)6841/16-22400
EPost: berthold.seitz@uks.eu
Netzauftritt: http://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/kliniken_institute/augenklinik


Bildmaterial

• Das komplette, sehr attraktive Bildmaterial können Sie via service@intmedcom.com auf CD-Rom anfordern

 download
 
download Presseinformation