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PRESSEINFORMATION 02.04.2008

Österreichische Gesellschaft für Wundheilung - AWA

Erster Präsident aus Vorarlberg!
Wien/Feldkirch. Auf ihrer 10. Jahrestagung wählte die Österreichische Gesellschaft für Wundheilung (AWA, Austrian Wound Association, www.a-w-a.at), Prim. Unv.-Doz. Dr. Robert Strohal, Vorstand der Abteilung für Dermatologie und Venerologie des LKH Feldkirch, zu Ihrem neuen Präsidenten. Er löst damit den Wiener Plastischen Chirurgen Prim. Univ.-Doz. Rupert Koller ab, der mit der Jubiläumstagung einen Rekordbesuch von 350 Besuchern einfahren konnte. Strohal ist als Mitglied zahlreicher internationaler Fachgesellschaften stärker international orientiert als seine Vorgänger, deren Verdienste er explizit würdigte.

Methicillin-resistente Staphyloccocus aureus (MRSA)-Stämme  - Seit 1963 werden Staphylococcus-aureus-Stämme beschrieben, die eine Mutation in ihrem Penicillin-Bindungsprotein II (PBP II) aufweisen und damit gegen alle Beta-Laktam-Antibiotika (unter anderem auch gegen sogenannte Beta-Lactamase-feste AB: Methicillin, Oxacillin, Flucloxacillin u. a. sog. Staphylokokken-Antibiotika) resistent sind. MRSA werden mittlerweile weltweit gefunden und werden vor allem in der Intensivmedizin zu einem immer größeren Problem. So ist die Erkrankungshäufigkeit (Inzidenz) auf Intensivstationen in den USA bereits > 50 %, in Südeuropa und Frankreich > 30 %. In Deutschland liegt die Inzidenz in Krankenhäusern bei rund 15 bis 20 %, unterliegt jedoch regional großen Schwankungen. Auch bei ca. 2,5 % aller Bewohner von Alten- und Pflegeheimen können MRSA isoliert werden. Besonders gefährlich sind Keimbesiedlungen bei Krankenhauspersonal, da hier eine kontinuierliche Ansteckungsgefahr für Patienten mit Immundefizenz (z. B. bei offenen Wunden, intravasalen Kathetern, Dialyse- oder Beatmungspflicht) gegeben ist.

Der gebürtige Bludenzer studierte in Innsbruck und war, ehe er vor mehr als 6 Jahren das Primariat für Dermatologie und Venerologie in Feldkirch erhielt, rund 13 Jahre an der Univ. Klin. f. Dermatologie in Wien tätig.

Innerhalb der AWA lag sein Schwerpunkt bisher auf dem Gebiet der Wundinfektionen, die im Zusammenhang mit chronischen  Wunden eine wichtige Rolle spielen. Unter seiner Leitung erfolgt die Teilnahme an einigen Multinationalen Studien, die auch Zentren in den USA einschließen. Höchstes Interesse gilt dabei der bestmöglichen Verhinderung einer  Ausbreitung des gefährlichen MRSA-Keime. Strohal:„Die Zielsetzung besteht dabei insbesondere darin, Klarheit zu schaffen, wann-was-wie eingesetzt werden soll, damit diese gefährlichen Bakterienstämme unter Kontrolle gehalten werden können.  Es müssen international gültige  Behandlungs-Algorithmen erarbeitet werden, wenn wir das ereichen wollen.

Strohal ist in vielen ärztlichen Gesellschaften sehr aktiv (detaillierter Lebenslauf unter: www.lkhf.at/feldkirch/dermatologie anrufbar). So ist er Präsident der Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg, Österreichische Delegierter bei der UEMS (UNION EUROPEENNE DES MEDICINES SPECIALISTES), Vorstandsmitglieder der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie,  Vorstandssekretär der Europäische Arbeitsgemeinschaft für Dermato-Onkologiesowie Leiter der Arbeitsgruppe für Biologika in der Dermatologie in der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie – um nur einige zu nennen.

Als AWA-Präsident möchte er die Kontinuität wahren bezüglich der von seinen Vorgängern Zöch und Koller initiierten Schulungen und Standardisierungsbemühungen. Es sollen vermehrt Behandlungspfade und Standards geschaffen werden. Er möchte die Zusammenarbeit mit der Sozialversicherung weiter vertiefen, um ein Netzwerk von Medizinern und Ökonomen zu schaffen, die vor allem eine objektive Bewertung neuer Behandlungsmöglichoptionen durchführen sollen.  

In Fortsetzung des diesjährigen Tagungsschwerpunktes „Evidenzbasierte Wundbehandlung“ sollen hier die Anstrengungen weiter intensiviert werden, um Österreich nicht nur als fortschrittliche und interessante Plattform für internationals Studien zu positionieren, sondern von hier aus auch Impulse für derartige Studien zu geben. In diesem Sinne soll die Stimme Österreichs international gestärkt werden. Nicht zuletzt durch enge bzw. Engere Zusammenarbeit mit den deutschsprachigen Nachbargesellschaften.

An die Berufsgruppen, die mit Wundheilung zu tun haben, gerichtet, soll sich das Angebot an interessanten Initiativen und Fortbildungsmöglichkeiten noch weiter steigern, um die AWA noch tiefer als Plattform des Erfahrungsaustausches und der therapeutischen Standardisierung zu implementieren.     

SERVICE

Kontakt
Prim. Univ.-Doz. Dr. Robert Strohal
Vorst. d. Abtlg. f. Dermatologie & Venerologie

LKH Feldkirch
AT-6807 Feldkirch, Carinagasse 47

T:+43 . (0)5522 . 303 . 1230
F:+43 . .(0)5522 . 303 . 7547
M: robert.strohal@lkhf.at

Aktuelle Fotos auf Anforderung verfügbar: service@intmedcom.com