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Pressemeldung - Montag, 26. Juli 2004

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Krebs und Kinderwunsch

EIERSTOCK UNTER DER HAUT?

Wien.(IntMedCom, WAS) Die Frage kommt ganz plötzlich - aus heiterem Himmel. Nämlich dann, wenn eine junge Frau plötzlich an Krebs leidet und nach dessen Behandlung noch Kinder bekommen möchte. Zytostatika und Strahlentherapie sind für den Körper belastend - die Eierstöcke sind in ernster Gefahr. Aber auch hier hat die moderne Spitzenmedizin Möglichkeiten wie der Leiter der Univ. Frauenklinik in Wien, o. Univ. Prof. Dr. Peter Husslein, im Exklusivgespräch mit MedCommunications® erläuterte. Es klingt unheimlich, aber man kann den Eierstock einfrieren und dann erneut einpflanzen, damit er Follikel produziert.

Husslein: "Grundsätzlich richtet man sich nach der Art der onkologischen Therapie. Etwas günstiger ist die Grundsituation bei der Chemotherapie. Hier kann man theoretisch versuchen, die Eierstöcke mit Hormonen zu schützen."

Wesentlich dramatischer ist die Situation bei der Strahlentherapie - etwa im Zusammenhang mit Dickdarmkrebs oder Lymphomen.

Husslein: "Hier haben die Eierstöcke keine Chance, zu überleben. Vom Medical-Center der Cornell-Universität in New York (www.med.cornell.edu) wurde dafür eine spezielle Methode entwickelt, die in ähnlicher Form an unserer Abteilung im Department Prof. Huber von Dr. Martin Imhof durchgeführt wird.
Dabei wird ein keilförmiges Segment des gesunden Eierstocks vor Strahlungsbeginn entnommen und eingefroren. Nach Ende der Radiotherapie wird dieses Gewebestück wieder eingepflanzt. Bei entsprechender Durchblutung nimmt es seine Funktion wieder auf."

Schier unglaubliches Detail am Rande. Das Eierstock-Gewebe muss nicht - im Sinne einer "natürlichen" Reproduktion - in den Bauchraum gesetzt werden, sondern kann auch bei einer Verpflanzung in die Unterhaut funktionsfähig sein. Die Erfüllung des Kinderwunsches führt dann über "IVF" bzw. "ICSI".

An der Wiener Universitätsfrauenklinik hat man diese Technik erlernt und beginnt nun, sie Patientinnen mit der entsprechenden Problemstellung anzubieten.
Dazu Dr. Martin Imhof: "Alternativ gäbe es noch die hypothetische Möglichkeit nach einem zweiten Reifeteilungsschritt in der Zellkultur dieses ovarielle Gewebe direkt zur Oozytengewinnung und zur IVF zu verwenden." Aber die Wissenschaft ist "im Kopf" noch einige Schritte weiter.
Dazu Imhof: "Besonders im Bereich der theoretischen Ex- und Implantation von ganzen Ovarien sowie spezieller Reimplantationstechniken haben wir eine Reihe eigener Vorarbeiten geleistet." Laienhaft gesprochen heißt das, man forscht bereits an Entfernung und Re-Transplantation eines ganzen Eierstocks.

Service - Kontakt:

o. Univ. Prof. Dr. Peter Husslein
Vorstand der Univ. Frauenklinik Wien
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Tel.: 01-40400-2819, Fax: 01-40400-2820
E-Mail: peter.husslein@meduniwien.ac.at

Univ. Prof. DDr. Johannes Huber
Leiter der Klin. Abteilung f. Endokrinologie und Sterilitätsbehandlung
Tel.: 01 - 40400 - 2813, Fax: 01 - 40400 - 2817
E-Mail: johannes.huber@meduniwien.ac.at

Univ. Ass. Dr. Martin Imhof
Tel.: 0699-103 103 10
E- Mail: martin.imhof@meduniwien.ac.at



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