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Pressemeldung - Dienstag, 29. Juni 2004

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

WAS – BITTE SCHÖN - SIND BLASTOZYSTEN?

Wien (IntMedCom, WAS) Einige medizinische Details zur aktuellen, heftigen Diskussion um den Entwurf des Fortpflanzungsgesetzes. In der Folge bewusst vereinfacht.

Grundsätzlich erfolgt bei der Frau mit Kinderwunsch zunächst eine hormonelle „Unterdrückung“ der Eierstockfunktion. Darauf wir hormonell stimuliert, damit der Eierstock möglichst viele Eizellen (Follikel) bildet. Je mehr dieser Follikel produziert werden, desto mehr können entnommen und extern befruchtet (ICSI) werden. Die Stimulation ist für den weiblichen Organismus „anstrengend“ und mit einem gewissen gesundheitlichen Risiko verbunden. Deshalb trachtet man danach, die Zahl der hormonellen Stimulationen möglichst niedrig zu halten, die Zahl der gebildeten Follikel jedoch möglichst hoch:

Nach der Einbringung der männlichen Samenzelle beginnt sich die Zelle zu teilen (Wachstum, Bild oben). Am 5 Tag (Bild unten) liegt ein fortgeschrittener Blastozyst (Keimbläschen) vor. Aufgrund verschiedener Kriterien kann man die „Qualität“ des Blastozysten beurteilen und setzt den “Besten“ wieder in die Gebärmutter ein.
(In vielen Embryonen wird das embryonale Genom nicht aktiviert, diese bleiben auf dem Stadium des 4-8 Zellers stehen und konnten bisher mit den herkömmlichen Kulturmedien deshalb nicht als pathologisch identifiziert werden.)

Mit dieser Methode berichtet das IVF-Zentrum von Prof. Zech (Bregenz) eine „Baby-take-home-rate“ von 48% (Jahr 2000) bzw. eine Schwangerschaftsrate („on-going“) von 50%! (www.ivf.at/AT/news112002)

Früher erfolgte der Transfer am 2./3. Tag und die Erfolgrate war nur halb so hoch. Damit verbunden mehr Risiko für die Frau wegen wiederholter Stimulation. Um eine möglichst hohe Erfolgsrate zu erzielen wurden früher daher oft 2-3 Embryonen transferiert – mit einer hohen Rate an Mehrlingsschwangerschaften.

Das aktuelle Problem besteht nun darin, dass der Gesetzesentwurf die Zahl der Blastozysten auf 3 reduzieren möchte. Wer mehr macht, soll „bestraft“ werden. Das bedeutet nach Exeprtenmeinung einen „Rückfall ins Mittelalter“: mehr Medikamente, höheres Risiko, psychische, physische, finanzielle Belastung für die Frau, halbierte Erfolgsraten, Mehrlingsschwangerschaften, explodierende Kosten (Zech: „Drillinge, in der 30. Schwangerschaftswoche entbunden, kosten bis zum Verlassen des Spitals 2,1 Mio €!“)

Service

Detaillierte Information: www.ivf.at/blas_kultivierung

PRESSEKONFERENZ DER
ÖSTERR. GES. F. REPRODUKTIONSMEDIZIN UND ENDOKRINOLOGIE
Freitag, 2.7.2004, 9.30h
„Billrothhaus“, 1090 Wien, Frankgasse 8



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