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Pressemeldung - Dienstag, 29. Juni 2004

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Strafandrohungen für Qualitätsmedizin?

ZURÜCK INS MITTELALTER?

Wien/Berlin/Bregenz. (IntMedCom/WAS). Im Exklusiv-Interview erläuterte der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie, Univ. Prof. Dr. Herbert Zech, warum die IVF-ExpertInnen gegen den Neuentwurf des Fortpflanzungsgesetzes auf die Barrikaden gehen: „Wenngleich einige Schwachstellen des alten Gesetzes korrigiert wurden, so findet sich eine neue Passage zu §22, die einem Rückschritt ins Mittelalter gleichkommt.“ De facto geht es darum, dass die Zahl der befruchteten Eizellen auf 3 limitiert werden soll. Andernfalls sollen „Strafen“ drohen!

Eine Situation ähnlich jener der Schweiz, Deutschlands oder Italiens. Und obwohl Belgien bereits jenes Gesetz beschlossen hat, das den ExpertInnen zusagen würde. Zech: „Wir wollen nicht zahllose Befruchtungen und stimmen grundsätzlich der Insertion nur einer Eizelle zu, aber im Vorfeld muss die Möglichkeit bestehen, den „Besten Embryo“ zu bestimmen.“ Und dazu benötigen die MedizinerInnen eben mehr als drei befruchtete Zellen.

Ein handfestes wirtschaftliches Desaster droht. Bei nur drei befruchteten Zellen müssten – um möglichst erfolgreich zu sein – alle drei eingepflanzt werden. Zech: „Das würde wieder zu einem sprunghaften Anstieg der Mehrlingsschwangerschaften und damit der Kosten führen.“ Welche Kosten? – „1 Kind aus einem Drilling kostet bis zum Verlassen des Spitals enorme 700.000.- €.“, so Zech. Eine vorhersehbare Kostenexplosion im maroden Gesundheitssystem. Wider besseres medizinisches Wissen würde damit zusätzlich noch die Erfolgsquote der IVF gesenkt.

Freitag werden Prof. Zech und Kollegen „Flagge zeigen“. Zech: „Das bringt eine enorme Mehrbelastung der Frauen, nicht nur finanziell (niedrigere Erfolgsquote – mehr Versuche), sondern vor allem psychisch und physisch! Das ist unverantwortbar.

PRESSEKONFERENZ DER
ÖSTERR. GES. F. REPRODUKTIONSMEDIZIN UND ENDOKRINOLOGIE
Freitag, 2.7.2004, 9.30h
„Billrothhaus“, 1090 Wien, Frankgasse 8



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