International MedCommunications
   
press conferencespress releasestopics plannedphotosspeakersthe agencycontact uslinkslast updatedate

Pressemeldung - Donnerstag, 24. Juni 2004

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Spitzenmedizin

NUR SPEZIELLES ZUM SPEZIALISTEN

Wien.(IntMedCom, WAS) Die Neuordnung der Universitäten führt auch zu völlig veränderten Verhältnissen was etwa die Budgets der zugehörigen Universitätskliniken betrifft. Der Chef der Wiener Universitäts-Frauenklinik – o.Univ. Prof. Dr. Peter Husslein - vertritt diesbezüglich ein sehr klares Konzept, das sehr stark das Leistungsprofil einer hoch spezialisierten Abteilung berücksichtigt. Der Succus – „Nur Spezielles zu den UniversitätsmedizinerInnen.

Zweifellos ist das keine „Abkehr“ vom Versorgungsauftrag, den auch eine Universitätsklinik gegenüber den SteuerzahlerInnen hat, aber doch eine (längst notwendige) Korrektur, die vor allem die Möglichkeiten einer Einrichtung der absoluten Spitzenmedizin pointiert berücksichtigt.

Die zugehörigen Schlagworte sind: „focussed, fast, flexible & friendly“ – übertragen: Konzentration, Tempo, Flexibilität und Freundlichkeit.
Husslein: „Universitätseinrichtungen sind definitiv teuer. Da muss man keine Standardmedizin betreiben, die andere Häuser gleich gut und zu niedrigeren Kosten anbieten könnten.

Am Beispiel der Schwangerenbetreuung etwa wäre dieser Weg sehr einfach zu verwirklichen.
Husslein: „Man müsste in der 11.-14. Schwangerschaftswoche ein erstklassiges Screening (Reihenuntersuchung) zur Gesundheit von Mutter und Kind machen. Auf dessen Basis würde dann eine entsprechende Weiterbetreuung eingeleitet.

Im Klartext: Wenn Mutter und Ungeborenes wohlauf sind, dann wäre so manche x-te Ultraschalluntersuchung einsparbar und Husslein weiter „Die werdende Mutter könnte sich im besten Sinne der ‚guten Hoffnung’ widmen. Derzeit neigen wir beinahe zu einer Art ‚Krankbetung’ der Schwangerschaft und gehen mit teuren Untersuchungen viel zu großzügig um.

Im Prinzip entspricht dies einem Vorgehen aus der Notfallmedizin – der Triage, bei der bestimmt wird, welche Verletzten sofort bzw. intensive Hilfe benötigen und welche eher nicht.
Husslein: „Obwohl die Schwangerschaft eine völlig natürliche Sache ist und in der überwiegenden Mehrheit der Fälle komplikationslos verläuft, verursachen wir mit dem Übereinsatz pränataler Diagnostik letztlich Verunsicherung und in Einzelfällen sicher auch unberechtigte Ängste. Das müsste nicht sein, denn eine unkomplizierte Schwangerschaft benötigt letztlich keine High-Tech-Medizin und sollte daher in der Peripherie betreut werden.

Im Umkehrschluss bedeutet dieser Ansatz aber auch, dass jene Frauen, die zu einer Hoch-Risiko-Gruppe gehören, früh- und damit rechtzeitig von SpezialistInnen eines geeigneten Perinatalzentrums begleitet würden. „Damit könnte dem Auftrag,“ Husslein abschließend, „von Lehre-Forschung-Spitzenmedizin in den Universitätskliniken besser entsprochen werden, was im Umgang mit den limitierten Ressourcen günstig wäre.“

Service - Kontakt

o. Univ. Prof. Dr. Peter Husslein
Vorstand der Univ. Frauenklinik Wien
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Tel.: 01-40400-2819, Fax: 01-40400-2820, E-Mail: peter.husslein@meduniwien.ac.at



MedCommunications Dr. W. Schuhmayer GmbH (Ldt.)
Sitz: A-3571 Gars/Kamp, Zitternberg 69
Office: A-3400 Klosterneuburg, Pater Abel-Str. 8
Austria/Europe
Represented also in Tampa/Fl./USA
Phone: +43 - 2243 - 30343 & +43 - 660 - 524 7000
Fax: +43 - 2243 - 30344
E-mail: office@intmedcom.com
Media-Service: www.intmedcom.com
Member of the American Chamber of Commerce in Vienna
& The American Association for the Advancement of Science