International MedCommunications
   
press conferencespress releasestopics plannedphotosspeakersthe agencycontact uslinkslast updatedate

Pressemeldung - Mittwoch, 16. Juni2004 - No Embargo

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Experten schlagen Alarm

UMWÄLZUNG BEI DIABETES-BEHANDLUNG!

Innsbruck/Salzburg/Wien.(IntMedCom, WAS) Erst letzte Woche wurden am Kongress der „American Diabetes Association“ (Orlando, USA) Daten einer Sensationsstudie namens CARDS (Collaborative AtoRvastatin Diabetes Study, www.cardstrial.org) vorgestellt. Gleich zwei medizinische Gesellschaften – die „Österreichische Adipositas-Gesellschaft“ (www.adipositas-austria.org) und die „ARGE Diabetes & Herz“ schlagen von Wien bis Innsbruck nun Alarm. Der Grundtenor des heimischen ExpertInnen-Panels: „Typ-II-DiabetikerInnen sind Hochrisiko-PatientInnen für Herz-Gefäß-Erkrankungen und grundsätzlich mit Lipidsenkern zu behandeln“.

Der Hintergrund sind die Ergebnisse der Studie, die zu einer 37%-igen Reduktion von Herz-Kreislaufereignissen und bei Schlaganfällen sogar zu einer 48 %-igen Verminderung führte.
Univ. Prof. Dr. Fritz Hoppichler, Salzburg: „Von 1.000 DiabetikerInnen erleiden 95 binnen 4 Jahren eine schwere Herz/Gefäß-Erkrankung. Diese Zahl kann durch die neue Behandlungsstrategie auf 58 gesenkt werden. Das entspricht der Rettung von 37 Menschen je 1.000 Betroffene binnen 4 Jahren“.
Und weiter: „Diabetiker sind, im Vergleich zur Normalbevölkerung Hochrisikopatienten für Herzinfarkt und Schlaganfall. In Österreich leben in etwa 500.000 Diabetiker. Mehr als 70 % davon sterben an Herz-Gefäß-Erkrankungen, die damit die Haupttodesursache darstellen.“ Durch die neuen Kriterien könnten rechnerisch somit binnen 4 Jahren rund 18.500 DiabetikerInnen davor bewahrt werden.

Univ Prof. Dr. Monika Lechleitner, Innsbruck: „Bislang wurden hierzulande Diabetiker nur dann mit einem Statin (cholesterinsenkendes Medikament) behandelt, wenn sie sowohl deutlich erhöhte Cholesterinwerte aufwiesen als auch eine bestehende Herzerkrankung (oder Schlaganfall) aufwiesen.“

Die neuen Erkenntnisse der höchsten Qualitätsstufe – evidence based medicine – bedeuten im Klartext, dass mit der Verabreichung von Lipidsenkern schon sehr früh, also vor dem (klinischen) Entstehen einer Herz/Gefäß-Erkrankung begonnen werden sollte, weil damit Hunderten Menschen das Leben gerettet werden könnte.

„Die Ergebnisse erfordern ein Umdenken in der Diabetestherapie. Nach diesen Daten sollte jeder Diabetiker sofort ein Statin erhalten. Es ist nicht mehr vertretbar, abzuwarten bis erst eine Herz- bzw. Gefäß-Erkrankung auftritt, sondern es muss schon unmittelbar mit der ‚Diagnose Diabetes’ eine Statintherapie begonnen werden, d.h. zeitgleich mit der zuckersenkenden Therapie“ so Hoppichler zu den neuen Aspekten.

Wegen der hohen Therapiekosten unterstehen Statine bei Diabetikern vielfach der „Chefarztpflicht“.
Prof. Dr. Bernhard Ludvik, Wien, zu den gesundheitsökonomischen Aspekten: „Die obligate Verschreibung von Statinen bei Typ 2 Diabetikern unabhängig vom Cholesterinwert vermindert nicht nur das individuelle Herzinfarkt-Schlaganfallrisiko und damit Todesfälle, sondern es können damit in der Folge auch Krankenhausaufenthalte und Kosten für Nachbehandlung sowie Rehabilitation in Millionenhöhe verhindert werden!“

Service

Prim. Univ. Prof. Dr. Fritz Hoppichler
KH d. Barmh. Brüder Salzburg
Tel.:0662.8088.218, Fax: 0662.8088.222, E-Mail: friedrich.hoppichler@bbsalz.at

Univ. Prof. Dr. Monika Lechleitner
Univ. Klin. Innsbruck Präsidentin der Österreichischen Adipositas-Gesellschaft
Tel: 0512.504.7122, Fax: 0512.504.3391, E-Mail: monika.lechleitner@uibk.ac.at

Univ. Prof. Dr. Berhard Ludvik
Univ. Klin. Wien
Tel.: 0664.308 6763, Fax: 01.40400.4364 E-Mail: bernhard.ludwig@meduniwien.ac.at



MedCommunications Dr. W. Schuhmayer GmbH (Ldt.)
Sitz: A-3571 Gars/Kamp, Zitternberg 69
Office: A-3400 Klosterneuburg, Pater Abel-Str. 8
Austria/Europe
Represented also in Tampa/Fl./USA
Phone: +43 - 2243 - 30343 & +43 - 660 - 524 7000
Fax: +43 - 2243 - 30344
E-mail: office@intmedcom.com
Media-Service: www.intmedcom.com
Member of the American Chamber of Commerce in Vienna
& The American Association for the Advancement of Science