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Pressemeldung 18.09.03 12:59:34 CET/MEZ NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Ahnungslose Gesundheitsministerin?

POLITSCHMÄH "RISIKOKINDER"

Wien. (MedCommunications, DrWAS) Da man seitens des Gesundheitsressorts, weiterhin mit dem "Risikokinderschmäh" arbeitet, erhalten Sie hier Auszüge eines Statements des Infektiologen Univ. Prof. DDr. Marth (Univ. Graz). - Kommentarlos, denn der erübrigt sich. Resumee: Risikokinder gibt es nicht!

KONJUGIERTE VAKZINE GEGEN PNEUMO-& MENINGOKOKKEN (E. Marth)

Pneumo- und Meningokokken weisen in ihrem Aufbau, ihrer Struktur eine Besonderheit auf, die sie in die Lage versetzte, sich bisher dem Impfschutz des Säuglings zu entziehen.

Sie sind durch eine Hülle aus Polysachariden geschützt, die sie wie ein Tarnschild umgibt. Diese Schutzkapsel ermöglicht es den Erregern, von der körpereigenen Abwehr oftmals nicht als Antigen identifiziert zu werden. Dies gilt insbesondere für das Immunsystem von Kleinkindern bis zum 2 Lebensjahr, das erst der Reifung bedarf und zu Beginn vorwiegend auf die unspezifische Abwehr beschränkt ist, während sich das spezifische Immungedächtnis erst allmählich entwickelt.

Das führt dazu, dass diese Erreger bei diesen Kleinkindern zu teilweise hoch gefährlichen Infektionen führen können. Bei den Pneumokokken sind Meningitis (Gehirnhautentzündung) und Lungenentzündung ... die gefährlichsten Krankheitsbilder. Grundsätzlich sind Antibiotika .. noch wirksam. .. Gegen Pneumokokken .. weltweit erschreckende Resistenzen gegen Antibiotika. .. neue, hoch wirksame Impfstoffe entwickelt, ... eine neue Generation von Impfstoffen ... Man bedient sich dabei eines Tricks, um die "Tarnung" der Keime zu umgehen. Als Antigen dienen dabei Polysacharide (Zuckerstrukturen), die jenen der Tarnkapsel des Erregers entsprechen. Alleine wären sie zu kleine Strukturen, um vom kindlichen Immunsystem erkannt zu werden. Daher versieht man sie mit einer größeren Zusatzstruktur (Anm.: daher konjugiertes Vakzin oder Konjugatimpfsotff) die mehr immunologisches "Aufsehen" erregt. Vor dem Hintergrund der Häufigkeit und potentiellen Gefährlichkeit der zugehörigen Krankheitsbilder .. jede nur erdenkliche Berechtigung. ...Daher sollten diese Impfungen obligatorisch durchgeführt werden.
(Quelle: Pressegespräch "Impftag 2002")

Univ. Prof. DDr. Egon Marth - Vorst. d. Institutes für Hygiene der Universität Graz
Tel.: +43 - 316 - 380 - 4360, Fax: +43 - 316 - 380 - 9648, E-Mail: egon.marth@uni-graz.at

Original-Download: http://www.intmedcom.com/12000/20020412/text_marth.htm


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