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PRESSEMELDUNG
Donnerstag, 11. September 2003, 11.09.03 17:13:04 CET/MEZ
NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Auf vielfachen Wunsch haben wir in der Folge die Pneumokokken-Infektionen von Kindern und Erwachsenen gegenübergestellt. Wir hoffen, dem Interesse vieler KollegInnen damit gedient zu haben.

(Quelle: http://www.intmedcom.com/pneumokokken.htm - sämtliche Aussagen sind Originaltexte führender ExpertInnen)

PNEUMOKOKKEN – KINDER & ERWACHSENE

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind aerobe, bekapselte grampositive Keime, die Hyalonuridase, Pneumolysin, Hämotoxine ein thermostabiles Hautgift und eine ödembildende Substanz bilden. Insgesamt existieren über 90 Typen. Pneumokokken sind bei etwa 50% der gesunden Bevölkerung im Rachen nachweisbar sind. Sie können jederzeit über eine Tröpcheninfektion auf abwehrschwache Personen übertragen werden, die dann mitunter lebensgefährlich erkranken. Pneumokokken verfügen über eine Schleimkapsel, die sie gegen die Abwehrmechanismen des Körpers schützt.

Die wichtigsten Krankheitsbilder, die durch sie hervorgerufen werden, sind: kruppöse Pneumonie (Lungenentzündung mit Atemnot und Hustenkrämpfen), Meningitis (Gehirnhautentzündung) und Otitis media (Mittelohrentzündung).

Pneumokokken sind die häufigsten invasiven Infektionserreger beim Menschen. Hinsichtlich der Erkrankungshäufigkeit existieren 2 Altersgipfel, einer im Kleinkindesalter und einer bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Das wesentlichste Problem ist die Meningitis im Säuglinsalter, die in Österreich mit 4,3/100.000 eine hohe Inzidenz zeigt. 60% aller Mittelohrentzündungen sind durch Pneumokokken hervorgerufen. Die größte Gefahr hierbei ist der drohende Hörverlust. Bei den Lungenentzündungen gibt es mangels Er-regerbestimmung nur eine Dunkelziffer, die allerdings als sehr hoch angenommen wird. Betroffen sind vor allem Kinder bis zum 24. Lebensmo-nat. Eine häufige Diagnose ist "Fieber unklarer Genese". Kommt es zu einer Meningitis, dann zeigt diese einen dramatischen, hochvirulenten Verlauf. Im Gehirn kommt es zu einer eitrigen Entzündung mit Bildung von Eiterherden. Die Erkrankung kann tödlich enden, wenn nicht rasch interveniert wird. Folgeschä-den mit Dauerinvalidität sind häufig.

Pneumokokken sind für ältere Menschen über 60 Jahre oder Personen mit Abwehrschwäche, chronischen Erkrankungen, Multimorbidität oder anderen immunschwächenden Co-Faktoren eine ernstzunehmende und gefährliche Bedrohung. Wie gefährlich diese Infektion sein kann, sagen uns die Zahlen. Liegt die Mortalität (Sterbehäufigkeit) beim Erwachsenen durchschnittlich bei beachtlichen 10%, so schnellt dieser Wert mit zunehmendem Alter auf 30-40% hinauf. Bei - nicht untypischen - multimorbiden (mehrere Erkrankungen gleichzeitig) 80-Jährigen sogar auf 50%.
Besonders gefürchtet ist dabei die Pneumonie (Lungenentzündung), die ihre Opfer bereits während der ersten beiden Tage fordert. Nur wenige Menschen machen von der Möglichkeit einer Impfung mit einem Polysaccharid-Imfpstoff Gebrauch. Einer Risikogruppe von 18% der Österreichischen Bevölkerung (! 1,6 Mio. Menschen über 60. Lebensjahr!) steht eine Durchimpfungsrate von 1,8% - also gerade einmal 10% der Zielgruppe gegenüber.

Bei Kindern stehen Meningitis, Blutvergiftung und Mittelohrentzündung im Vordergrund. Mangels Daten kennt man die Zahl der Lungenentzündungen nicht. Die Letalität der Erkrankung ist hoch – ebenso die Rate an dauerhaften Schäden in Form multipler Behinderung. Pneumokokken weisen in ihrem Aufbau eine Besonderheit auf, die sie in die Lage versetzte, sich bisher dem Impfschutz des Säuglings zu entziehen. Sie sind durch eine Hülle aus Polysachariden geschützt, die sie wie ein Tarnschild umgibt. Diese Schutzkapsel ermöglicht es den Erregern, von der körpereigenen Abwehr oftmals nicht als Antigen identifiziert zu werden. Dies gilt insbesondere für das Immunsystem von Kleinkindern bis zum 2 Lebensjahr, das erst der Reifung bedarf und zu Beginn vorwiegend auf die unspezifische Abwehr beschränkt ist, während sich das spezifische Immungedächtnis erst allmählich entwickelt. Daher wurde ein spezieller, Hightech-Impfstoff (konjugierte Vakzine) entwickelt, der besonders diese Alters-Gruppe von Kindern schützt.

Kinder Erwachsene
Erreger
Streptococcus pneumoniae
Häufigkeits-Gipfel 0-2. Lebensjahr Jenseits des 60. Lebenjahres
Risikofaktoren Alle gleich gefährdet, da Immunsystem in diesem Alter noch unterentwickelt! Immunschwäche, Multimorbidität, hohes Alter
Häufige Krankheitsbilder Gehirnhautentzündung, Blutvergiftung, Mittelohrentzündung Lungenentzündung
Letalität hoch (rascher Verlauf) hoch
Dauerschäden häufig selten
Impfmöglichkeit Hochmoderner, spezieller Impfstoff – konjug. Vakzine Konventioneller Polysaccharidimpfstoff
Durchimpfungsrate 0 1,8%
Kosten der Erkrankungen (D) Rd. 300 € / Kind bis zum 10.Lj Keine Daten erhoben
Impfstoffkosten 222.- € / A (Herstellerangabe) Keine Daten erhoben

 

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Tödliches Sparen?

Dienstag, 16.9.2003, 9.30h
Billroth-Haus, 1090 Wien, Frankgasse 8


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