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PRESSEMELDUNG
Donnerstag, 21. August 2003, 21.08.03 20:00:11 CET/MEZ

NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

SPARPOTENTIAL – 300 € PRO KIND !

Wien/Hannover. Kürzlich erschien im Fachmagazin „Pharmacoeconomics“ ein bemerkenswerter Beitrag des deutschen Wirtschaftswissenschafters Univ. Prof. Dr. Johann Matthias Graf von der Schulenburg von der Universität Hannover (http://www.ivbl.uni-hannover.de/~ivbl/mitarbeiter/jms.htm), Inhaber des Lehrstuhls für Versicherungsbetriebslehre. In seiner Arbeit gibt er Auskunft über die Pros und Cons rund um das Thema „Pneumokokkenimpfung für Kleinkinder“ – und zwar aus gesundheitsökonomischer Sicht. Gleich vorweg, die Impfung steigt hervorragend aus und die Ergebnisse dieser Berechnung werden den heimischen Medien auf einer Pressekonferenz im September von ihm persönlich erläutert werden. Im Vorfeld berichten wir über ausgewählte Details wie etwa das enorme Sparpotential, das diese Impfung bietet.

Pneumokokken-Erkrankung
Meningitis
Bakteriämie
Pneumonie
Otitis media
Gesamt
Direkte Behandlungskosten
8,10
8,30
37,90
91,00
145,30
Pädagogische Maßnahmen
6,20
3,00
 
 
9,20
Indirekte Kosten
25,20
10,00
30,20
72,70
138,10
Gesamt
39,50
21,30
68,10
163,70
292,60

Die Zahlen (in €) seiner Tabelle beziehen sich auf jenen hochgerechneten Betrag, der mittels Impfung pro Kind während der ersten zehn Lebensjahre eingespart werden könnte.

Berücksichtigt wurden dabei die wichtigsten Krankheitsbilder, die auf eine Pneumokokken-Infektion zurückgehen: Gehirnhautentzündung, Bakteriämie (Sepsis), Lungenentzündung und Mittelohrentzündung.

Charakteristisch ist, dass – obwohl die drei erstgenannten Infektionen zweifellos im Einzelfall die gefährlicheren und damit aufwendigeren Einzel-Erkrankungen darstellen – auch in der Mittelohrentzündung ein beachtliches Sparpotential steckt. Grund dafür ist die enorme Häufigkeit bakterieller Mittelohrentzündungen und die hohen Beteiligung der Pneumokokken, die bis zu 50% dieser Erkrankungsbilder verursachen.

Bei den Überlegungen zur allgemeinen Empfehlung der Pneumokokken-Impfung für Kleinkinder bis zum 2. Lebensjahr seitens des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrates standen medizinisch mit Sicherheit die beiden dramatischen Verlaufsformen Gehirnhautentzündung und Sepsis im Vordergrund. Sie weisen eine hohe Mortalität bzw. einen hohen Prozentsatz an schweren Dauerbehinderungen auf.

Aber schon seit geraumer Zeit weisen praxisorientierte Pädiater wie etwa Prof. Zwiauer/St. Pölten oder der Impfexperte Prof. Kollaritsch/Wien wiederholt darauf hin, dass auch die weniger „gefährliche“ Mittelohrentzündung bei der Beurteilung der Kosteneffizienz berücksichtigt werden sollte, weil sie eben enorm häufig ist. Hochgerechnet liegt die Häufigkeit dafür in Österreich bei über 40.000 Fällen pro Jahr allein durch Pneumokokken (Quelle: Schulenburg).

Mit seiner Arbeit belegte Schulenburg damit erstmals mit harten Zahlen, was Impfexperten schon längst aus anderen Studien auch für diese Impfung abgeleitet hatten – nämlich ihre Bedeutung, wenn es zur Frage der Gesundheitsökonomie kommt.

Dennoch mehren sich in Österreich die Stimmen, dass die Wirtschaftlichkeit in der Medizin niemals die alles entscheidende Frage sein darf, wenn es um die Verhinderung von Todesfällen und schwersten Behinderungen geht. Dann sollte die Ethik doch eindeutig höher zählen als der Euro.


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