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PRESSEMELDUNG
Donnerstag, 21. August 2003, 21.08.03 19:56:16 CET/MEZ

NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Aktuelle Studie klärt auf

Wien/Hannover. Die Beiträge zum Thema „Pneumokokken und Wirtschaftlichkeit“ wurden vor wenigen Wochen durch eine wichtige Arbeit ergänzt. Im Fachjournal „Pharmacoeconomics“ erschien eine Arbeit zum Thema „Kosteneffektivität der Pneumokokken-Impfung in Deutschland“. Autor ist der international tätige Wirtschaftsexperte Univ. Prof. Dr. Johann-Matthias Graf von Schulenburg, der an der Universität Hannover das Institut für Versicherungsbetriebslehre leitet. Seine Publikation erläutert detailliert die Kostenbedeutung der Erkrankungsbilder, die aufgrund der Pneumokokken-Impfung von Kleinkindern bis zum 2. Lebensjahr vermieden werden könnten. Diese Ergebnisse sind, bereinigt um den Bevölkerungsunterschied, durchaus auf Österreich übertragbar. In Summe wären mehr als 45.000 Erkrankungsfälle pro Jahr zu verhindern.

DIE AKTUELLEN ZAHLEN
Schulenburg errechnete für Deutschland folgende Pneumokokken-Erkrankungszahlen (für Österreich :10 dividieren)

180 Meningitis (Gehirnhautentzündung)
550 Bakteriämien (Blutvergiftung)
43.000 Pneumonien (Lungenentzündung)
410.000 Otitis media (Mittelohrentzündung)
63 Todesfälle
33 Hörschäden
23 Fälle von Taubheit
77 Fälle von mehrfachen Folgeschäden

Die aktuelle Arbeit zeigt deutlich wie groß die volkswirtschaftliche Bedeutung auch gerade der Infektionsbilder Lungen- und Mittelohr-Entzündung ist. Standardbehandlung sind in allen Fällen Antibiotika, die vielfach nicht gerade zu den „billigen“ Arzneimitteln zählen. Gleichzeitig sind die Resistenzraten stark steigend.

UND DAS KOSTEN DIESE ERKRANKUNGEN JE FALL(in €)

Direkte Behandlungskosten
Pädagogische Maßnahmen
Indirekte Kosten
Gesamt
Meningitis
7.300
500
7.800
Bakteriämie
7.200
500
7.700
Hörschäden
25.000
43.000
230.000
298.000
Taubheit (Cochlea Implantat)
90.000
38.000 - 88.000
72.000
200.000 - 250.000
Folgeschäden
51.000
50.000
230.000
331.000
Pneumonie
2.400 (hospitalisiert) bzw. 70 (nicht hospitalisiert)
 
 
2.400 bzw. 80
Otitis media
 
 
 
2.700 bzw. 70

Auch hier muss man sich derzeit bei der Schätzung der detaillierten Kosten (in €) auf die deutschen Zahlen stützen.

Erkrankung
Zahl Österr.
Fallkosten
Gesamtkosten
Gehirnhautentzündung
18,00
7.800
140.400
Blutvergiftungen
55,00
7.700
423.500
Hörschäden
3,30
298.000
983.400
Taubheit (Cochlea-Implantat)
2,30
250.000
575.000
Mehrfach-Folgeschäden
7,70
331.000
2.548.700
Pneumonie
4.300,00
80
344.000
Mittelohrentzündung
41.000,00
70
2.870.000
Alle Erkrankungen
 
 
7.885.000

Die Zahl der Erkrankungen wurde auf Österreich umgerechnet. Damit liegen die Gesamtkosten der Pneumokokken-Infektionen nach Schulenburg in Österreich bei etwa 8 Mio. Euro. Und das jährlich!

Nicht berücksichtigt sind in der Aufstellung die individuellen Betreuungs-Kosten, die den Eltern eines mittelgradig behinderten „Rollstuhl-Kindes“ erwachsen. Sie liegen im Jahr bei etwa 10.000.-€, die nicht vom Versicherungssystem getragen werden.

Die weiteren zusätzlichen Ersparnisse durch die Herdimmunität entnehmen Sie bitte den vorangegangenen Pressemeldungen.


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