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PRESSEMELDUNG
Montag, 18. August 2003, 18.08.03 16:00:31 CET/MEZ
NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Risikokinder-Impfung ist teuer!

Wien/Salzburg. Zweifellos ist eine rationale Gesundheitspolitik ohne entsprechend kritische Beurteilung der Kosten-Nutzen-Relation keinesfalls möglich. Allerdings liegen hier Impfungen ganz allgemein vorzüglich. Aus amerikanischen Gesundheitsökonomiestudien geht längst hervor, dass Impfungen hinsichtlich der aufgewendeten "Investitionskosten pro gerettetem Lebensjahr" (Cost of life year saved) erstklassig abschneiden. Im Vergleich zu Impfungen (1) stehen die Werte für Herzschrittmacher beim 2,3-fachen, für ß-Blocker beim 2,8-fachen, für den Nikotinkaugummi bei 11,8-fachen und für die Cholesterinsenkung gar beim 20-fachen Wert der Impfprophylaxe. Im Klartext - diese Heilmittel sind in Relation zu den Investitionskosten pro gerettetem Lebensjahr somit um den entsprechenden Faktor "teurer". Univ. Prof. DDr. Ernst G. Huber vom "Österreichischen Grünen Kreuz für Vorsorgemedizin" (ÖGK) hat bezüglich der Pneumokokken-Impfung für Kleinkinder bereits vor Wochen eine erste Kosten-Nutzen-Schätzung vorgelegt. Hier die Details.

ERSTE AUSGABENSCHÄTZUNG

Mio. €
Keine
Alle
Risiko
Impfkosten
0
12
4
Behandlung
24
8
21
Gesamtkosten
24
20
25

Die "Behandlungskosten für die invasiven Pneumokokken-Infektionen" für Kinder bis zum 2. Lebensjahr wurden insgesamt auf 24 Mio € geschätzt.

Fall 1 - Alle Kinder (0-2.Lj) würden geimpft
Das ÖGK ging bei seiner ersten Schätzung von 12 Mio € Impfkosten aus. - Durch weniger Infektionen würden die Behandlungskosten dadurch von 24 auf 8 Mio. reduziert. Senkung der Gesamtkosten somit von 24 auf 20 Mio € (12+8).

Fall 2 - Impfung der sogenannten "Risiko-Kinder"
Versorgt man hypothetisch nur 33% der Altersgruppe 0-2. Lj. kommt es zu einer Infektionsminderung um lediglich 12%. Die Behandlungskosten betragen dann immer noch 21 Mio € bei einer Impfinvestition von 4 Mio €.

In Summe also 25 Mio € - damit sogar höhere Kosten als bei der derzeitigen Null-Lösung. Da man Risikokinder de facto nicht identifizieren kann, muss man weiters auch davon ausgehen, dass die "Risiko-Variante" wohl kaum Todesfälle verhinderte. Identes gilt für die Dauerinvalidiät durch Folgeschäden. Somit erscheint diese Variante sowohl teuer als auch ineffizient im Sinne der Volksgesundheit.

ERSPARNISSCHÄTZUNG

Entsprechend drastisch der Umkehrschluss mit Blickpunkt auf mögliche Ersparnisse durch die Pneumokokken-Impfung für Kleinkinder.

Klar - keine Impfung kann nichts einsparen. Die Kosten bleiben bei 24 Mio. €.

Die Durchimpfung allerdings spart im Vergleich dazu laut erster ÖGK-Schätzung rund 4 Mio. €ein.

Bei der Impfung der "Risikokinder" käme es jedoch sogar zu einem Anstieg der Kosten um geschätzte 1 Mio. €.

ZUSÄTZLICHE UMWEGRENTABILITÄT?

Was zum Zeitpunkt dieser ersten ÖGK-Schätzung aber niemand kannte, sind weitere US-Zahlen auf Basis einer CDC-Studie (Whitney et al, NEJM 5/2003) zu indirekten Einsparungen durch die Impfung. Berücksichtigt man die dort errechneten Einsparungen von 232 US$ über die Herdimmunität (siehe vorhergehende Pressemeldung), ergäbe das grob geschätzt eine zusätzliche unmittelbare Kostenersparnis für Österreich von 6,5 Mio. €. Aus 4 Mio. gesparten €uro würden dann sogar 10,5 Mio. !

 

Service

Weitere Informationen zu den Pneumokokken.

 

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Impfkosten
2354x1659 - 178 KB
Ersparnis
2852 x1920 - 1,04 MB
   


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