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PRESSEMELDUNG
Donnerstag, 7. August 2003, 07.08.03 13:02:28 CET/MEZ
NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Flutwelle Kamptal!

Gars/Kamp. 01.40h morgens: Tritte schwerer Stiefel gegen die Tür, ein Feuerwehrmann pocht wild und schreit "Flutwelle Kamptal, alles sofort raus, nur persönliche Sachen, keine Privatautos, Sammelpunkt Volksschule". Mein Gehirn rast, raus hier, Tasche schon fertig gepackt, rein in die Schuhe, Socken vergessen, egal, rutsch mit den Buckel runter, rein ins Privatauto, rasch über die Brücke und den Berg hinauf, "Flutwelle Kamptal" - das Codewort für den Dammbruch, den ultimativen Supergau, in halsbrecherischer Fahrt mit 80km/h über kurvige Forststraßen, nur raus, nur rauf, die Todesangst lässt kalten Schweiß auf der Haut entstehen, kein Wort wird gesprochen, nur weg, "Lieber Gott, lass uns überleben!". Erst in Maissau ist Schluss, Telefonat mit der APA. Der Damm hat gehalten. "Danke lieber Gott!". Zurück zum Sammelpunkt, denn sonst gilt man als vermisst, ertrunken, mitgerissen vom tobenden Wasser, Schlafen im Turnsaal, evakuiert, Flüchtling im eigenen Land. . . .

So persönlich erlebt vor einem Jahr. Erschütternd, eindrucksvoll, nie wieder vergessen. Ringsherum Bilder wie im Krieg, so ähnlich gesehen am Balkan. Der Fluss ist unser Feind, weil wir seine Feinde waren. Menschen, die alles verloren haben, Hilfe wird organisiert, gegraben, gepumpt, geräumt. Nach 2 Wochen ist der Spuk vorbei und die Hilfe läuft voll an.

Heute ein Bild des Friedens. Wo das Wasser tobte, neu adaptierte Häuser. Nicht alle, aber schon viele. Das Geld des Landes ist gekommen. Gewerbebetriebe stehen wieder gut da, niemand wurde entlassen. Die Dungl-Hotels schöner denn je. So, als wäre nichts geschehen. Gars wurde Luftkurort, ein Juwel des Kamptals erstand in neuem Glanz: neue Straßen, neues Freibad, neuer Aufbruch und neues Zusammenhalten.

Bleiben wird der heimliche Blick zum Fuß, der heute träge dahin gleitet, zahm, lieblich wie ein Bild zur Illustration eines Schubertliedes oder eines Gedichtes von Christian Morgenstern.

Unvergessen sind jedoch diese Tage, die Todesangst, die Not, die Flucht, die Flüchtlingsnacht.

Unvergessen ist die Welle der Hilfsbereitschaft, der Großzügigkeit, die unser Volk auszeichnet, wenn andere in Not geraten. Ein reiches Land hat Mitleid gezeigt und Zusammenhalt.

Unvergessen ist der Aufbruch. Einige Beispiele seien dokumentiert wie etwa die einst total überflutete Kamptalstraße oder das Gasthaus Erlinger sen. an der Kampbrücke. Die Straße ist längst repariert, neue Leuchten eskortieren den Fußgänger. Sogar das Gasthaus ist wieder aufgebaut, denn das Lebenswerk dieser Menschen durfte nicht untergehen.

Alleine der Herr Bischof in St. Pölten, der versprochen hatte, die Renovierung der denkmalgeschützten Kapelle in Kamegg zu organisieren, hat sein Versprechen noch nicht wahr gemacht.

Fotos zur Erinnerung an die Verwüstungen vor einem Jahr aber auch Ansichten des wunderbar renovierten Luftkurortes Gars wie er heute aussieht:

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Kamptalstrasse 2002
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Kamptalstrasse 2003
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Kamptalstrasse 2003
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Freibad
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Freibad
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Chinazentrum Dungl
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Chinazentrum Dungl
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Gasthof Erlinger 2002
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Gasthof Erlinger 2003
2560x1920 - 1,08 MB
   

 


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