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Dienstag, 3. Juni 2003, 03.06.03 14:39:56 CET/MEZ - NO EMBARGO

Gesundheit/Medizin/Wissenschaft

Innovationen - "Wild Thing"

WUNDVERMESSUNG AUS ÖSTERREICH

Wien. (MedCommunications, DrWAS) Im Ausland von den USA bis Europa bereits mehrfach ausgezeichnet, in der Heimat fast unbekannt. Diese Aussage steht für ein typisch Österreichisches Wissenschafter-Schicksal. In diesem Falle erlebt vom Wiener Chirurgen Dr. Thomas Wild, gebürtiger Dresdner und tätig an der Univ. Klinik für Allgemeinchirurgie am Wiener AKH. Wild hat ein System entwickelt, das eine zuverlässige Vermessung und damit gleichzeitig eine präzise Beurteilung des Heilungsfortschritts von Wunden ermöglicht. Aufgrund einer softwaregestützten, farblichen Codierung, kann exakt berechnet werden, welche Areale einer Wunde nun kaputtes (=nekrotisches) Gewebe sind, welche Anteile wieder gesundes Gewebe und wie die Relationen liegen. Wichtig für Therapie und Verlaufskontrolle.

Wild im Exklusiv-Interview mit MedCommunications: „In den letzten Jahren ist die Versorgung von Wunden zunehmen aus dem ärztlichen Blickfeld verschwunden. In der Lehre kommt sie kaum noch vor und wird in der Spitalspraxis weitgehend von den Krankenschwestern übernommen.“

Tatsache ist in diesem Zusammenhang, dass immer weniger Ärzte in der Lage sind, Wunden zu beurteilen. Zusätzlich – und das konnte Wild durch kleine Studien beweisen – ist die Beurteilung von Wunden derartige subjektiv, dass nicht einmal einigermaßen idente Angaben über die tatsächliche Größe gemachte werden, wenn verschiedene Menschen um die Beurteilung ein und derselben Wunde gebeten werden. Selbst einfache Messinstrumente kommen nicht zum Einsatz.

Unwichtig? Keinesfalls, denn bei 10-15% aller Wunden kommt es zu Infektionen, die postoperativ immerhin 2,5% aller Todesfälle verursachen. Die Kosten dadurch beziffert Wild mit etwa 250 Mio Euro jährlich.

In der Zeit einer zunehmend standardisierten Medizin gibt es weder Regeln für die Beurteilung von Wunden noch Standards für deren Behandlung. So tut bislang ein jeder nach gutdünken . . . . Und das hat Wild gestört.

Die wichtigen Kriterien in der Wundbeurteilung sind die Anteile von „nekrotischem“ (=kaputtem) Gewebe, Fibrinbelägen und Granulationsgewebe (gesundes Neugewebe). Ziel ist es 100% Granulationsgewebe zu erreichen. Je nach Verteilung dieser drei Anteile muss sich aber die Therapie richten. Eine Änderung in der Verteilung gibt Aufschluss über den Behandlungserfolg oder auch parallel laufende Erkrankungen.

Das neue System bedient sich der digitalen Fotografie und der chrakteristischen Farbunterschiede zwischen Nekrose, Fibrin und Granulation. Mittels der eigens entwickelten Software WHAT (Wound Healing Analysing Tool) erfolgt auf dieser Basis eine Beurteilung, die sichere Aussagen erlaubt. Insbesondere für Therapieentscheidung und Verlaufskontrolle sind zuverlässige Aussagen nötig, die ein standardisiertes Vorgehen erlauben. Aber auch Störungen wie etwa versteckte Gefäßverschlüsse, die zu verminderter Wundheilung führen, können mit detektivischer Akribie ausgeforscht werden.

Wild und seine Gruppe konnten damit schon einige Auszeichnungen etwa in den USA und Deutschland erwerben. Eingerichtet wurde weiters eine eigene Plattform - www.wundnetz.at – die sich zum Ziel gesetzt hat, die Situation in der Wundversorgung zu verbessern und über die Krankenhäuser oder ÄrztInnen das neue System auch erwerben können. Fortschritt aus Österreich von dem kaum einer weiß.

Kontakt
Dr. Thomas Wild, office@wundnetz.at oder Tel.:+43 - 40400 - 5621

 


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