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Pressemeldung - Mittwoch, 28. Mai 2003, 28.05.03 16:23:02 CET/MEZ - NO EMBARGO

Gesundheit/Medizin/Wissenschaft

Pneumokokken-Impfskandal

GESCHMÜCKT MIT FREMDEN FEDERN

Wien/Genf. Man möchte das kaum glauben, aber es ist eine Tatsache und auch noch vom Pressebüro der Gesundheitsministerin Rauch-Kallat in <?xml:namespace prefix = st1 ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:smarttags" />alle Welt gesandt. Zu Hause werden Impfungen blockiert und im Ausland singt die Dame das hohe Lied vom perfekten Impfkonzept, weil präventivmedizinisch wichtig. So abgesungen vor der WHO am 19.Mai 2003 und auch noch verbrämt mit der „Leistung“ des Mutter-Kind-Passes. Weder das Impfkonzept – jene die schon länger auf dieser Welt weilen, wissen das – und schon gar nicht der Mutter-Kind-Pass sind Leistungen, die mit der gegenwärtigen Regierung in irgend einem gearteten Zusammenhang stehen. Außer vielleicht, dass man hörbar an diesen wichtigen Einrichtungen zu sägen scheint.

Tatsächlich ging folgende Meldung via OTS der APA am 19.5.2003 hinaus:

Rauch-Kallat: Kostenloses Impfkonzept und Mutter-Kind-Pass sind international beispielhaft


Wien (OTS) - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat nimmt derzeit an der 56. Weltgesundheitsversammlung der WHO mit dem Schwerpunkt Umwelt und Gesundheit in Genf teil. Wichtigster Punkt der Veranstaltung ist das Thema "Healthy Enviroments for Children". Rauch-Kallat betonte, dass sie bei der Gesundheitsförderung und -vorsorge insbesondere bei den Kindern ansetzen werde und verwies darauf, dass das kostenlose Impfkonzept in Österreich und die Mutter-Kind-Pass Untersuchungen "international beispielhaft" seien.

"Eine gesunde Umwelt ist auch wichtig für die Gesundheit der Menschen, vor allem die Kinder als schwächeres und empfindlicheres Glied unserer Gesellschaft bedürfen eines besonderen Schutzes. Österreich hat daher entsprechende hohe Standards im Umweltschutz, künftig werden wir uns intensiv mit allen Umweltbedingungen auseinandersetzen die sich auf die Gesundheit der Kinder auswirken. Die Integration von Umwelt- und Gesundheitsaspekten in die aktuelle Politik ist eine Hauptaufgabe auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung, von der vor allem unsere Kinder profitieren werden."

Gesundheitsministerin Rauch-Kallat verwies auf die traditionell intensiven Bemühungen der österreichischen Gesundheitspolitik um das gesundheitliche Wohl von Kindern und bezeichnete das kostenlose Impfkonzept, sowie den Mutter-Kind-Pass als "international beispielhaft". Das Impfkonzept beinhalte sowohl Schutzimpfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, als auch Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Haemophilus, Kinderlähmung und Hepatitis B.

Die Mutter-Kind-Pass Untersuchungen würden Früherkennungen gewährleisten und somit rechtzeitige Behandlungen von Krankheiten möglich machen. Darüber hinaus gehe es aber auch darum kindergerechte Lebensräume zu schaffen und die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentfaltung zu unterstützen. "Die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder sei die beste Voraussetzung, sie vor Drogenmissbrauch zu wappnen", so Rauch-Kallat abschließend.

Die Realität steht allerdings in krassem Gegensatz selbst zu geschriebenen „Schwarz-auf-Weiß-Zitaten“. Faktum ist, dass der Mutter-Kind-Pass die alleinige Leistung der unvergessenen Gesundheitsministerin Dr. Ingrid Leodolter (1972 – 1979, http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.l/l491666.htm) ist, die sehr wahrscheinlich die letzte ambitionierte und „wirkliche“ Fachfrau in dieser Position war.

Was darin enthalten ist, stimmt übrigens längst nicht mehr mit den Möglichkeiten der modernen Vorsorgemedizin – wie es etwa das Organscreening bei Schwangeren darstellt – überein. 30 Jahre schöpferische Pause?

Ähnliches gilt für das hoch gepriesene Impfkonzept, das nicht mehr die dringend nötige Förderung und den zeitgemäßen Ausbau erfährt, und selbstverständlich ebenfalls nichts mit irgendwelchen Leistungen der gegenwärtigen oder vorangegangenen Regierung zu tun hat.

Richtig ist freilich, dass Rauch-Kallat verstärkt bei den Kindern anzusetzen scheint – allerdings nicht beim weiteren Schutz derer Gesundheit, sondern den Rotstift, der damit Kinder, die an invasiven Pneumokokkeninfektionen und deren Folgen erkranken, in die Behinderung und einige sehr wahrscheinlich auch in den Tod schicken wird. Wider besseren Wissens, dass impfen bekanntlich schützt.

 

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