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Pressemeldung - Dienstag, 27. Mai 2003, 27.05.03 20:13:19 CET/MEZ - NO EMBARGO

Gesundheit/Medizin/Wissenschaft

Pneumokokken-Impfskandal

DIE MINISTERIALTRAGÖDIE

Wien. Alles schien so klar, so schön, als schon Mitte des Vorjahres der Impfausschuss des Obersten Sanitätsrates mehrfach empfahl, dass die Impfung von Kleinkindern gegen Pneumokokken in den Impfplan und das Impfkonzept aufzunehmen wären. Staatssekretär Waneck wurde nicht müde, zu beteuern, dass die Finanzierung gesichert wäre, doch dann kam die "Eiserne Lady" Maria Rauch Kallat und Schluss scheint es jetzt mit den Zusagen, ja, sogar der Impfplan scheint für die Dame nicht bindend. Verzögerung nach Tradition des Hauses Waneck. Der schwarze Rotstift fegt durch die Vorsorgemedizin, die man als dankbares Aushängeschild zwar politisch einsetzt, mit der man aber ganz offensichtlich rein gar nichts am Hut hat. Wie sonst kann man verstehen, dass diese wichtige und notwendige Impfung plötzlich in Ungnade gefallen sein soll. Es ist eine Ministerialtragödie, die sich da abspielt, ein Drama gewoben aus Inkompetenz, Ignoranz, Disharmonie und Arroganz gegenüber wissenschaftlich unbestrittenem Nutzen. . .

Zunächst wurde zu Jahresbeginn die OÖ Krankenkasse als Sündenbock missbraucht, die angeblich ihr 1/6 an den Impfkosten nicht berappen wollte. Weit gefehlt, tönt es aus dieser Richtung nun, aber ÖVP interne Machtkämpfe Landeshauptmann gegen eigene Regierung könnten hier eine (Blockierer) Rolle spielen.

Noch im Jänner 2003 hat der Sektionsleiter für Gesundheit Dr Hubert Hrabcik gegenüber dem ORF beteuert, dass es ohnehin nur eine Frage von Wochen wäre . . . .

Am Impftag 2003 polterte Waneck in Salzburg, dass Oberösterreich diese Impfung "nicht wird aufhalten können!" Aber, wenn die Frau Ministerin nicht will, dann nutzt das gar nix . . . . .

Das entbehrt nicht einer gewissen Bitterkeit, denn die Infektion mit Pneumokokken führt in einem hohen Prozentsatz zu dauerhaften Schäden bis hin zu schwersten psychomotorischen Entwicklungsstörungen - vereinfacht gesagt, zu behinderten Kindern. Da sollte man meinen, dass die Mutter eines solchen Kindes noch mehr Verständnis zeigt als der Durchschnittsbürger.

Aber, wenn die Frau Ministerin nicht will, dann nutzt das gar nix . . . . .

Um sie herum herrscht Chaos wie die Buschtrommeln lautstark verkünden. Da geben unterschiedliche Pressesprecher unterschiedliche Meldungen heraus. Kabinettchef Clemens Martin Auer fungiert als Betonierer und Prellbock, will von dem Thema angeblich nichts mehr hören.

Nicht zuletzt spricht man offen von Konflikten zwischen dem Mediziner Waneck und seiner Chefin, die vom Heilen und Behandeln keine Ahnung hat.

Ein für Impffragen angeblich zuständiger Herr Mag. Ulrich Herzog - wieder ein medizinischer Nicht-Fachmann - glänzt sogar durch völlig falsches Zahlenverständnis, was den prognostizierbaren Kostenanteil des Ministeriums an der Impfung betrifft.

Rauch-Kallat glänzt mit Vorsorgemedizin-Sprüchen und macht exakt das Gegenteil von dem, was sie sagt. Daraus und aus den niemals eingehaltenen Waneck-Zusagen errät der lernbegierige Bürger rasch wie die richtige Antwort auf die Frage lautet: "Was ist das Wort eines Österreichischen Ministers wert?"

Gelebte Abwertung also für die wichtige Institution des Obersten Sanitätsrates. Verdammt zur Impotenz. Gelebt von Unwissenden, Dilettanten und Amateuren. Verständnislosigkeit beim Vorsitzenden des Impfausschusses des OSR und Kinderarzt mit amerikanischer Berufspraxisprüfung Prof. Ingomar Mutz. Gelebte Demütigung für die MedizinerInnen, die sich diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht haben. Der bekannte Impfspezialist Prof. Herwig Kollaritsch musste sogar eine Studie durchführen, damit nur ja die internationalen Top-Ergebnisse der vorgelegten Untersuchungen auch ja zu Österreich "passen". Kurz vorweg - sie passen und wie!

Aber, wenn die Ministerin nicht will, dann nutzt das gar nix . . . . .

Was weiß Rauch-Kallat über Pneumokokken, die Impfung, ihren Wert, ihre sozioökonomische Bedeutung, wenn dadurch kostenintensive Behinderung erspart wird - Auch das alles längst unbestritten- vermutlich nix. Oder geht sie mit der Eiseskälte eines Waffenhändlers an die Probleme heran und nimmt in Kauf, dass es bei solchen Entscheidungen eben "casualities" (=amerikanischer Ausdruck für Kriegsverluste an Menschen) geben wird.

Jüngster Geniestreich aus der Pandorabüchse der Rauch-Kallat ist angeblich eine Veränderung des Finanzierungsschlüssels für alle Impfungen von 2/3 Ministerium, 1/6 Länder, 1/6 Hauptverband auf eine paritätische Drittelung der Kostenaufteilung. - "Hl. St. Florian, zünd das Haus vom Nachbarn an!", scheint man da heimlich zu flehen.

Es wird dringend Licht in diese Causa kommen müssen, denn Insider reden finanziell von einer Betragshöhe, die unter "peanuts" eingestuft wird und dennoch wird blockiert.


KOMMENTAR
Man hat wohl in Sparzeiten für Vieles Verständnis oder bemüht sich darum, aber wenn es unseren Kindern an den Kragen geht, dann muss Schluss sein mit der Toleranz. Da muss man sich erheben, Fragen stellen, unangenehm sein, aufdecken, recherchieren und zeigen, dass sie mit uns nicht alles machen können, denn, wenn wir nicht mehr wollen, dann nutzt das der Ministerin (& Co) schon überhaupt nix, denn wir, das Volk, "entlassen" Regierungen und nicht der HBP.

 

SERVICE

unter www.intmedcom.com haben wir Ihnen, damit Sie nicht lange suchen müssen, einen eigenen Überblick zu unseren Pneumokokken-Informationen zusammengestellt.

PROTEST-PRESSEKONFERENZ: Freitag, 13.6.2003


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