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Pressemeldung - Dienstag, 20. Mai 2003 - No embargo

Gesundheit/Medizin/Wissenschaft

DEM TODE ENTRISSEN . . .

Wien/Linz (MedCommunications, DrWAS). Gemeinsam statt einsam ist ein neuer Ton in der heimischen Medizin, der immer mehr "in Mode" kommt. Davon zeugt das international exzellent besetzte Symposium "Fetal Heart Beat", das im Wiener Donauspital am 14. und 15. Juni stattfinden wird. Gegenstand der Vorträge ist die "Fetale Kardiologie", bei der es erstaunliche und vor allem lebensrettende Fortschritte gibt. Wo früher bei fetalen Herzfehlern schon in der Schwangerschaft zum Abbruch geraten werden musste, sorgt nun ein ausgefeiltes System an Kooperation zwischen dem Wiener Donauspital, der Universitätsfrauenklinik in Wien und dem Kinderherzzentrum im LKH Linz für sensationelle Überlebensraten der betroffenen Kinder. Organisator Univ. Doz. Dr. Erich Hafner: "Wenn früher bei einem Herzen Aorta und Lungenschlagader vertauscht angelegt waren, dann starb das Kind nach anfänglich normalem Atmen binnen zweiter Stunden. Heute wird das ausreichend früh diagnostiziert und eine relativ kleine Operation sorgt für ein normales Weiterleben. Die Gefäße werden einfach rückgetauscht."

Veranstalter des Symposiums sind die gynäkologische Abteilung des Donauspitals und die Universitätsfrauenklinik Wien. Co-Organisator Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Philipp: "Die ausgefeilte und frühe Ultraschalldiagnostik ermöglicht uns, weg von der Devise ‚search and destroy’ zu einem Zugang zu gelangen, bei dem das ‚Suchen und Behandeln’ im Vordergrund steht. Weg vom wissenschaftlichen Alleingang im Elfenbeinturm und hin zur optimalen Kooperation im Interesse der Betroffenen"

Eine besondere Rolle beim "Knackpunkt Herz" spielt das Kinderherz-Zentrum Linz. Aus Unzufriedenheit mit den vorhandenen Möglichkeiten bildeten sich interessierte ÄrztInnen in den USA fort und erlernten von der Chirurgie bis zur Anästhesie alles, was nötig war. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Der Leiter des "Kinderherz-Zentrum" Univ. Doz. Dr. Gerald Tulzer und Top-Chirurg Oberarzt Dr. Rudolf Mair konnten bereits 2002 stolz auf mehr als 1.000 gerettete Herzen verweisen. Nach den Willen der Kooperationspartner soll das verstärkt weitergehen. Doz. Dr. Erich Hafner vom Donauspital im Exklusiv-Interview mit MedCommunications: "Es ist unglaublich, was durch diese enge Zusammenarbeit alles möglich ist. Viele Diagnosen, die früher reine Todesurteile waren, haben ihren Schrecken verloren. Das Herz ist im Ultraschall besonders schwierig zu beurteilen. Deshalb organisieren wir schon zum zweiten Mal ein Symposium bei dem die GynäkologInnen lernen wie man dieses Organ-Screening richtig macht. Sie können in zwei Tagen erfahren, worauf sie achten müssen, wann etwas nicht stimmt und die Frau an ein geeignetes Zentrum wie das Donauspital oder auch Fetomed weiterzuschicken ist."

Stichwort Organscreening: dabei wir in der 21.-22. Schwangerschaftswoche nach Fehlern bei der Anlage der Organe gefahndet. Prof. Philipp: "Das ist nicht etwas für die ‚überbesorgte’ Mutter, sondern sollte in jeder Schwangerschaft unbedingt gemacht werden!"

Das Linzer Team um Tulzer hat beispielsweise weltweit erstmals eine verengte Herzklappe (Pulmonal-Klappe) an der Lungenschlagader gesprengt (gedehnt). Aber auch andere Herzfehler wie das hypoplastische Rechts- oder Links-Herz, bei dem die jeweilige Kammer ungenügend angelegt ist, können zufriedenstellend behandelt werden.

Einige dieser lebensrettenden Sofort-Eingriffe, die von Spezialisten wie jenen des Donauspitals diagnostisch vorbereitet werden, können sogar noch im Mutterleib operativ durchgeführt werden.

Hafner: "Die Ergebnisse sind sensationell. Früher todgeweihte Kinder sind heute sporttauglich und können alles machen, was andere Kinder auch tun!" Zweifellos eine erfreuliche Entwicklung, bei der die Partner im Donauspital für die spezialisierte Diagnostik und die KollegInnen in Linz für die fachgerechte Chirurgie sorgen. Bereits 80 von 100 österreichischen Herz-Kindern werden im Linzer Zentrum versorgt.

OA. Univ. Doz. Dr. Erich Hafner
Abtlg. f. Gynäkologie, Donauspital, 1220 Wien
Fon: (++43/1) 288 02-3802, Fax: (++43/1) 288 02-3880
E- Mail: erich.hafner@wienkav.at


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