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Pressemeldung - Montag, 7. April 2003 - No embargo

Medizin/Gesundheit

Infektionen: Hepatits C

JEDE(N) KANN ES TREFFEN!

Wien. Eine gar nicht so neue Form der Virus-Hepatitis - die Hepatitis C - ist derzeit in aller Munde. Zum "Handkuss" im Zusammenhang mit dieser Virusinfektion kam ein Wiener Spital. Zu Unrecht wie man mittlerweile weiß, denn die Sachlage rund um die Hepatitis C spricht eine eindeutige Sprache. In diesem Sinne veranstaltet die Ärztekammer Wien gemeinsam mit dem Donauspital am 9.4.2003 einen Informationsabend für ÄrztInnen.

Die Hepatits C (früher "Non-A-Non-B) gehört zu einer Gruppe der Leberentzündung, die von Viren übertragen wird. Im konkreten Fall von einem RNS-haltigen Virus mit Ähnlichkeit zu den Flavi- bzw. Pestiviridae. Es wurde erst 1989 identifiziert.

Die Infektion kann völlig symptomlos bleiben. Dann handelt es sich bei den Betroffenen um reine Überträger. Oder es kommt zu einer akuten "Hepatitis" - einer Leberentzündung, die in ihrer akuten Verlaufsform in nur 35% vor allem durch Anstieg bestimmter Serumparameter und eine "Gelbsucht" imponiert. Ganze 65% der akuten Leberentzündungen nach Hepatitis C-Virus-Infektion bleiben ebenfalls weitgehend symptomlos. -Die Betroffenen gehen nicht zum Arzt.

Typisch ist, dass sich auf Basis der Infektion später dann häufig - in mehr als 75% der Fälle - eine chronische Leberentzündung ausbildet, die kaum dramatische Symptome aufweist und vor allem über das Blutbild bzw. den Anstieg bestimmter Leber-Parameter diagnostiziert wird.

Bislang wurde beim Anstieg dieser Werte vor allem - und vielfach zu Unrecht - an eine "heimliche" Trunksucht gedacht. Und der Verlauf der Erkrankung - in bis zu 50% kommt es zu einer Leber-Cirrhose - gab dieser Fehldiagnose auch noch Recht. Daher verlangen Fachleute heute unbedingt, dass bei verdächtigen Leber-Werten unbedingt nach einer viralen Ursache "gefahndet" wird.

Viele Details zur Übertragung sind im Nachhinein so gut wie nicht erhebbar, denn zu vielseitig sind die Übertragungsmechanismen, die in Frage kommen. Das macht die Nachforschung, woher ein Patient die Infektion "her hatte" extrem schwierig. Zudem dauert es bis zu 9 Monate, bis der Körper eine nachweisbare Menge an Antikörpern gebildet hat.

Geht man von internationalen Zahlen aus, so sollen in Österreich etwa 2% der Bevölkerung (160.000 Personen) von der Infektion betroffen sein. Die Varianz der Schätzungen reicht von 50.000 bis 250.000 Infizierten.

Aufgrund dieser Situation lässt sich leicht erkennen, dass eine Infektion weder eindeutig zuordenbar ist und kaum etwas zu tun hat mit einem Szenario in Richtung Fahrlässigkeit. Theoretisch müsste man letztlich die Gesamtbevölkerung testen, um Gewissheit zu bekommen.

SERVICE:

Mehr zu diesem Themenkreis bietet unter dem Titel "HEPATITS C" eine spezielle Informationsveranstaltung des Wiener Donauspitals (1220 Wien, Langobardenstr. 122) am Mittwoch, den 9.4.2003 um 19.30 im Mehrzwecksaal. Der Abend wird zusammen mit der Wiener Ärztekammer als Bezirksärztesitzung für den 21. und 22. Bezirk organisiert.


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