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Pressemeldung - MITTWOCH, 02.12.02 17:45 CET/MEZ, NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Experten bestätigen: Änderung der Behandlungsrichtlinien

GÖTTERDÄMMERUNG BEI ANTIBIOTIKA . . .

Wien/Linz/Bonn. Ob Lancet oder „Chemotherapie Journal“ – die heile Antibiotikawelt ist in Bewegung. Die Annahme, dass Österreich im Hinblick auf Resistenzen eine Insel der Seligen sei, gehört der Vergangenheit an. Ob Antibiotika-Spezialist OA Dr. Oskar Janata von Donauspital in Wien, der Chef des „Nationalen Referenzzentrums für Resistenzfragen“ in Linz, Prim. Univ. Prof. Dr. Helmut Mittermayer, oder Impfexperte Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, Leiter der Abteilung für spezielle Prophylaxe und Tropenmedizin der Universität Wien – sie alle bestätigen den Anstieg der Antibiotika-Resistenzen. Nachzulesen auch im „Chemotherapie Journal“ (http://www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de/CTJ/CTJ.HTM) , dem Organ der Deutschen „Paul-Ehrlich-Gesellschaft“. Das Resumee: aufgrund der steigenden Resistenzen gegen die am häufigsten verwendeten Antibiotika wie Penicillin oder Erythromycin (Makrolidantibiotika), kommt es zur drastischen Änderung der Behandlungsrichtlinien für die Praxis.

Kollaritsch: „Die Antibiotika-Resistenzen bei Pneumokokken sind wesentlich höher als jemals angenommen.“ Das ergaben Auswertungen einer Studie am AKH in Wien durch Univ. Prof. DDr. Univ. Prof. DDr. Georgopoulos.

Ähnliches auch von Mittermayer: „1996/1997 fanden wir plötzlich erste ausgeprägte Resistenzen gegen Makrolid-Antibiotika. Die Alarmglocken begannen zu läuten und eine erste österreichweite Studie wurde initiiert, die 1999 und schließlich 2001 wiederholt wurde.

Janata: „Speziell in Österreich wurden laut einer Lancet-Studie aus 2001 Makrolide mit über 24% Anteil an den Antibiotika-Verschreibungen überdurchschnittlich häufig verordnet. Das entspricht sicherlich nicht der Kernkompetenz dieser Substanzen, aber diese Präparate wurden eben intensiv und gut beworben.

Und das sind die Daten im Hintergrund:

  1. Linz/Prof. Mittermayer: Ergebnisse für Pneumokokken: Penicillin: 15,5% (Erw. 5%); Makrolide: 14% (Erw. 7,2%) und Tetrazykline 14% (Erw. 7,2%). Es gilt allerdings anzumerken, dass Tetrazykline aufgrund ihrer Nebenwirkungen bei Kindern nicht zum Einsatz kommen. Generell ist die Tendenz weiter steigend.
  2. Wien/Prof. Kollaritsch: „Diese Resistenzen liegen bei deutlich über 20%. Die Konsequenz ist, dass Penicillin G und Makrolid-Antibiotioka in dieser Indikation mit Sicherheit nicht mehr erste Wahl sind! Das ist bei Kindern umso betrüblicher, als dort die Auswahl der Antibiotika ohnehin geringer ist als beim Erwachsenen. Wer also heute falsch verordnet, muss damit rechnen, keine Wirkung zu erzielen.“

Vor allem die Krankheitsbilder Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung, akuter Bronchitis aber auch bestimmte Formen der Lungenentzündung sind laut Janata betroffen.

Die Paul-Ehrlich-Gesellschaft im „Chemotherapie Journal“: Prädikat „Therapie der ersten Wahl“ erhielt die Gruppe der Cephalosporine, insbesondere Cephpodoxim (*Otreon®)

Janata zur notwendigen Verhaltensänderung in der Therapie: „Die Substanz ist hoch wirksam, vereint die Qualitäten sowohl der 2. als auch der 3. Cephalosporin-Generation, ermöglicht eine gute Compliance und ist auch bei Kindern besonders gut einsetzbar.

(* Nennung lt. AMG Fachmedien vorbehalten)

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Kontakte:

OA Dr. Oskar Janata
E-Mail: oskar.janata@SMZ.magwien.gv.at

Univ. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch
Tel.: +43 - 1 - 403 8343 – 22, Fax: +43 - 1 - 403 8343 – 90
E-Mail: herwig.kollaritsch@meduniwien.ac.at

Univ. Prof. DDr. Apostolos Georgopoulos
Tel.: 01 - 40400 - 4440 , Fax: 01 - 40400 - 4418

Prim. Univ. Prof. Dr. Helmut Mittermayer
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