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Pressemeldung - Mittwoch, 13. November 2002, 13.11.02 09:57:39 CET/MEZ, NO EMBARGO

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Neues aus der Geburtshilfe
(http://www.meduniwien.ac.at/Frauenheilkunde/geburtshilfe/)

SCHWANGERENBETREUUNG IM WANDEL!

Wien. Am 16. + 17.11.2002 findet in Wien ein hochkarätiges Fortbildungssymposium der Universitätsfrauenklinik Wien mit dem Titel „Verhindert Schwangerenbetreuung Krankheit und Tod?“ statt. Im Fokus stehen sehr ernste Kapitel der Geburtshilfe – Fehlbildungen und der Tod des Feten im Mutterleib. Organisatorin ist die Wiener Gynäkologin Univ. Doz. Dr. Elisabeth Krampl , die einen Großteil ihrer Ausbildung im Ausland gemacht hat, eine hoch qualifizierte Spezialistin im Bereich der Früherkennung von Fehlbildungen ist und gemeinsam mit o.Univ. Prof. Dr. Peter Husslein das Symposium veranstaltet.

Es gibt 4 wesentliche Gründe für Erkrankungen und Tod eines Feten: Fehlbildungen, darunter Chromosomenanomalien (Anm.: Schäden an der Erbsubstanz), Plazenta-Insuffizienz (Anm: Versagen der Versorgung des Feten), Frühgeburt und Geburtstraumen.

Heute kann man einen großen Teil der tödlichen Fehlbildungen und der Chromosomenanomalien bereits in der 12. Schwangerschaftswoche feststellen. Diese Möglichkeit ist nicht als „Panikmache“, sondern als Angebot an die Schwangeren zu verstehen. Wenn man ein Screening für chromosomale Erkrankungen durchführt - wie mittels der Frage nach dem Alter zur Zeit ohnehin üblich - dann stehen heute wesentlich bessere Test-Methoden zur Verfügung, bei denen das Alter nicht der einzige Faktor ist. Dadurch ersparen sich viele über 35-jährige die gefährliche Fruchtwasserpunktion, und jüngere Frauen haben die Chance der Diagnose einer Chromosomenanomalie.

So verbirgt sich etwa hinter dem Kürzel OSCAR der Begriff „One Stop Clinic for the Assessment of Risk“ . Kurz übersetzt: „Die gesamte Risikobeurteilung mit einem einzigen Arztbesuch“. OSCAR ist derzeit die weltweit beste Methode, die Wahrscheinlichkeit einer chromosomalen Erkrankung der Frucht zu beurteilen. Die Frage nach dem „Down-Syndrom“ (Trisomie 21) oder anderen Chromosomenanomalien kann bereits binnen einer Stunde beantwortet werden.

Die Berechnung erfolgt dabei nach dem Alter der Schwangeren (Risikoanstieg mit Alter), der sogenannten Nackenfaltenmessung (Ausmaß der Flüssigkeitsansammlung im Nacken des Feten), das allfällige Vorhandensein von Fehlbildungen, der Herzfrequenz des Kindes sowie der Konzentration zweier Plazentaprodukte im mütterlichen Blut (freies B-hCG und PAPP-A).

Der Vorteil – unnötige Fruchtblasenpunktionen gehören damit der Vergangenheit an. Schon frühzeitig erfolgt eine Risikobeurteilung. Steht das Risiko höher als bei 1:300, dann sollte eine weiterführende Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie erfolgen.

Zusätzlich sollte in der 20.-24 Schwangerschaftswoche ein Organ-Screenig erfolgen. Sicherheit 90%. Wesentlich dabei: die Expertise jener ÄrztIn, die dieses Screening durchführt. Laut Ausbildungsordnung der Österr. Gesellschaft für Ultraschallmedizin (ÖGUM - www.meduniwien.ac.at/oegum) bedarf es dazu der höchsten Ausbildungsklasse III. Wichtig dabei: je früher man informiert ist, desto besser kann man sich auf eventuelle Defekte vorbereiten. Psychologisch und medizinisch.

Der dritte Punkt in einer modernen Schwangerschaftsbetreuung ist der sogenannte „Doppler-Ultraschall“ wie er in der Gefäßmedizin schon lange verwendet wird. Damit kontrolliert man die Fruchtwassermenge sowie den Blutfluss im Versorgungsgefäß (Nabelschnur) und den kindlichen Gefäßen selbst.

Die Veranstalter Husslein und Krampl betonen in ihrem Vorwort zum wissenschaftlichen Programm, dass mittels dieser innovativen Methoden, „.....die Frage Fehlbildungen somit am Ende des ersten Trimenons ‚abgehakt’ werden kann! Danach konzentriert sich die Schwangerenbetreuung auf Plazentainsuffizienz, Frühgeburtlichkeit, Erkrankungen der Mutter (Anm.: zB latenter Diabetes) und Geburtstraumen“.

Service:
Das Detailprogramm der Veranstaltung ist via http://www.meduniwien.ac.at/Frauenheilkunde/geburtshilfe/ unter „Fortbildung und Kongresse“ abrufbar.

Kontakt:
Doz. Dr. Elisabeth Krampl:
E-Mail:elisabeth.krampl@akh-wien.ac.at
Tel.: 0699 / 1967 8899

Zusätzliche Themeninformation: "Ultraschall - Neue Epoche"

 


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