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Pressemeldung - Montag, 07.10.02 18:21:25 CET/MEZ
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Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Umweltschützer als Prügelknabe

ROBIN WOOD KONTRA BAUWAHN

Wien/Rosenburg/Horn. Weil er sich gegen ein Brückenbauprojekt wandte, wurde der Biologe Dr. Hans Fuxa Opfer von zwei gedungenen „Sicherheitsleuten“ verprügelt. Bezahlt wurden die zwielichtigen Helfer vom Bürgermeister der Gemeinde Rosenburg und von einem anderen Gemeindebeamten vor Zeugen mit den Worten „Tut was für Euer Geld!“ zu mehr Gewalt angestiftet. Enden wird diese Sequenz im November vor Gericht. Auf einen der Schläger wartet ein Verfahren wegen Körperverletzung, auf den anderen Beilhilfe zur Körperverletzung. Vermutlich wird der Gemeindebeamte wegen Anstiftung zur Körperverletzung und auch der zahlende Bürgermeister wegen Anstiftung vor Gericht müssen. Ursache: ein Bauprojekt, bei dem ein örtlicher Großgrundbesitzer „wertloses“ Naturschutzgebiet zu teurem Bauland umwidmen lassen möchte. Auch dieser Mann sitzt im Gemeinderat und es besteht der Verdacht, dass nach dem Verkauf auch Geldmittel an seine allzu bereitwilligen politischen Helfeshelfer fließen könnten.

Kurz zur Situation. Der Bezirk Horn gehört in Österreich nicht eben zu jenen Regionen, die sich munteren Zustroms erfreuen. 150 Wohnungen stehen laut Dr. Fuxa alleine in der Stadt Horn – nur 5 km von Rosenburg entfernt - leer. Dennoch werden weiterhin in der gesamten Region sinnlose Wohnbauprojekte lanciert, deren Wohneinheiten dann leer stehen, weil die jungen Menschen möglichst nach Wien gehen, wo es Arbeit gibt.

Das scheint die Gemeindeverwaltung von Rosenburg/Kamp nicht zu wissen, denn dort plant man trotz leerer Gemeindekassen die Erschließung eines Naturschutzgebietes der Kategorie „Natura 2000“ als Bauland. „Natura 2000“ sind EU-definierte Landschaften, die erhalten werden sollen. Interessiert die Lokalpolitiker aber nicht, denn sie glauben an einen Fortschritt, der nicht kommen wird.

Sehr wohl dafür interessiert hat sich aber der Biologe Dr. Hans Fuxa aus Rosenburg. Einer der wenigen „Zuwanderer“, der in der Region für Universitätsinstitute, den WWF und andere Organisationen Projekte durchführt.

Ein abenteuerliches Vorhaben, ließen die örtlichen Politiker doch nichts unversucht, den Umweltschützer mit allen Mitteln zu kriminalisieren. Er muss sich deshalb ebenfalls im November verantworten. Der „Schaden“, den sein Protest angeblich verursacht hat, wird mit 9.000.- € beziffert.

Die Brücke, die ins Bauland führen soll, konnte Dr. Fuxa aber nicht endgültig verhindern, da auch der engagierteste Aktivist nicht vollends die Baumaschinen überwinden kann.

Bislang hat sich für die Politiker der Einsatz von Gewalt in Form von Gendarmerie (die allerdings mit dem Aktivisten sympathisiert) und gedungenen Schlägern voll rentiert. Methoden wie im finsteren Mittelalter.

Das letzte Wort aber spricht das Land Niederösterreich. Da eine Umwidmung von Grünland in Bauland nicht ohne Erschließung des Gebietes mit einer Straße erfolgen darf, hat die Landesregierung dem Ansuchen um Änderung des Flächenwidmungsplanes seit Februar noch nicht stattgegeben. Das könnte sich mit der Fertigstellung der Brücke aber ändern. Theoretisch zumindest dürfte das Land aber auch dann eine solche Genehmigung gar nicht erteilen, denn dazu muss eindeutiger Bedarf begründet werden.

Der besteht aber de facto nicht, da nur 5 km entfernt in Horn 150 Wohnungen leer stehen. Es wird sich also weisen, wie weit die mehr als eigenartigen Ortspolitiker wirklich gehen können.

Fuxa ist überzeugt – und hat damit vermutlich recht, dass dieser rathausinterne Deal nur mit Hilfe der Medien verhindert werden kann.

Sicher scheint, dass es eine örtliche Mesalliance gibt zwischen einem Gemeinderat, der den fraglichen Wald besitzt und sich den Gewinn eines Baulandverkaufs in die „Tasche stecken“ möchte und dem Bürgermeister, der schon bislang nichts unversucht ließ, das wahnsinnige Bauprojekt für das gar kein Bedarf besteht, voranzutreiben. Koste es, was es wolle.

Der nächste Akt spielt vor dem Bezirksgericht in Horn und Fuxa hat bereits weiter Proteste vor Ort angekündigt, denn jeder LKW müsste zur Baustelle über die Brücke fahren und wäre entsprechend leicht zu blockieren . . .

Kommentar: diese Geschichte spielt sich tatsächlich im Österreich des beginnenden 21. Jahrhunderts ab und erinnert ein klein wenig an die eine oder andere Folge des „Bullen von Tölz“. Sicher ist, dass , wenn dieses Beispiel „Schule macht“, Gewalt wieder zu den alltäglichen Durchsetzungsmethoden in der Politik werden könnte . . . – Und das sollte mit allen zu Gebote stehenden Mitteln verhindert werden.

Dr. Karl Fuxa erreichen Sie unter : 0664 – 636 4607

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