International MedCommunications
   
press conferencespress releasestopics plannedphotosspeakersthe agencycontact uslinkslast updatedate

Pressemeldung vom DIENSTAG, 27.08.02 18:33 CET/MEZ
EMBARGO - 28.8.2002 / 9.00h MEZ/CET

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

"Heisse" Pneumokokken-Umfrage bei Ärzten & Laie

ÄRZTiNNEN VERKENNEN GEFAHR . . .

Wien/St.Pölten/Salzburg. Anlässlich einer Pressekonferenz wurden Mittwoch, 28.8.2002, die Ergebnisse einer brandaktuelle Umfrage – durchgeführt vom „Schütz-Marketing-Institut“,Wien, - vorgestellt. Das Thema: „Was wissen Laien und ÄrztInnen über die gefährlichen Pneumokokken?“ Das Ergebnis vereinfacht zusammengefasst: die Bevölkerung ist sich der Gefahr die von diesen Erregern ausgeht, durchaus bewusst. Vor allem Kinderärzte jedoch scheinen diese Gefahr zu verkennen. Besser liegen die praktischen ÄrztInnen. Erstaunlich in jedem Falle, da Pneumokokken nicht nur die häufigsten Erreger für Mittelohrentzündung, sondern überhaupt die häufigsten Keime bei bakteriellen Infektionen des Kleinkindes sind. Zwei prominente Impfmediziner – Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer und Univ. Prof. DDr. Ernst G. Huber – kommentierten die Ergebnisse: „Erfreulich, dass unsere Informationsarbeit bei der Bevölkerung fruchtet!“, so Zwiauer. Huber kritisch: „Ein Land, das sich eine entsprechende Beobachtung der „Infektionslandschaft“ nicht leistet, darf sich nicht wundern, wenn ein einzelner Arzt Dinge nicht weiß, die er als einzelner gar nicht wissen kann.

Erstaunlich sind diese Ergebnisse auf der ÄrztInnen-Seite vor allem auch deshalb, weil kürzlich erst die Deutsche Paul Ehrlich Gesellschaft (www.p-e-g.de) ausdrücklich vor steigenden Antibiotika-Resistenzen bei Pneumokokken gewarnt hatte. Das bundesweite „Referenz-Zentrum für Antibiotika-Resistenzen“ unter Prof. Dr. Helmut Mittermayer in Linz konnte für die sogenannten invasiven Infektionen bei Kleinkindern – allerdings noch in einer kleineren Fallzahl – bereits AB-Resistenzen von bis zu 25% finden.

Sowohl Huber als auch Zwiauer sehen zum Schutz von Kleinkindern in der Impfung gegen Pneumokokken das Mittel der Wahl, die seitens der Gesundheitsbehörde angeblich in den nächsten Wochen als verpflichtend für alle Neugeborenen empfohlen werden soll. Der Oberste Sanitätsrat hatte diese Empfehlung bereits vor einigen Monaten gegeben. Auch Mittermayer vertrat gegenüber IntMedCom kürzlich diese Ansicht.


MEDCOMMUNICATIONS Dr. W. Schuhmayer KEG
P. Abel-Str. 8, A-3400 Klosterneuburg, Austria - Europe
Tel: +43-2243-303 43 & +43 - 664-435 2930
Fax:+43-2243-303 44 & +43 - 1 - 33 49 609
E-mail: office@intmedcom.com
Media-Service: www.intmedcom.com
Member of the American Chamber of Commerce in Vienna
& The American Association for the Advancement of Science