International MedCommunications
   
press conferencespress releasestopics plannedphotosspeakersthe agencycontact uslinkslast updatedate

Pressemeldung vom Freitag, 14.6.2002, 11.00h

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

5.000 WissenschafterInnen kommen nach Wien!

VON KLON UND GEN . . .

Wien/Innsbruck. Anfang Juli werden 5.000 hochkarätige ExpertInnen aus aller Welt auf der internationalen Tagung "Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie" - ESHRE (European Society for Human Reproduction and Embryology)- in Wien "heiße Eisen" aus der Reproduktionsmedizin. "Das weltweite Interesse an dieser Tagung ist in den vergangenen Jahren derartig gestiegen, dass sie nur mehr in Großstädten stattfinden darf", so der Präsident der Tagung, Univ. Prof. Dr. Franz Fischl, von der Universitätsfrauenklinik Wien. "Wir erwarten 5.000 TeilnehmerInnen, das ist ein absoluter Höchstwert und damit ist diese Tagung weltweit eine der größten ihrer Art!" Damit wird die ESHRE 2002 möglicherweise die größte internationale Medizintagung des Jahres sein, zumindest aber jene mit der höchsten wissenschaftlichen Brisanz, denn kein anderes Thema spaltet die Geister so wie jenes des Klonens.

Tatsächlich hatte sich Fischl mehrere Jahre darum bemüht, diese prominente Tagung nach Wien zu bekommen. Nicht zuletzt, um in Österreich ein Umdenken in Politik und Gesellschaft zu bewegen. Als "Schatten des III. Reiches" leiden die Wissenschafter im deutschsprachigen Europa massiv unter extrem restriktiven Gesetzen, während etwa in England, Israel, Australien und natürlich den USA - dort herrschen die liberalsten Rahmenbedingungen - bereits fieberhaft geforscht wird. Nach der Vorstellung führender heimischer Reproduktionsmediziner soll sich das möglichst rasch ändern. Fischl, "Mittlerweile wandern nicht nur PatientInnen, sondern auch Spitzenwissenschafter ins Ausland ab!"

Was sich konkret ändern soll, konkretisierte gestern der Innsbrucker Spitzengenetiker - klonierte bereits 1974! als erster weltweit Mäusezellen in den USA - Prof. Dr. Karl Oskar Illmensee: "Es herrschen völlig falsche Vorstellungen von den Möglichkeiten des Klonens und der damit verbundenen Themen. So etwa muss unbedingt die Frist für das Einfrieren von Embryonen (Anm:: dzt. 1 Jahr, USA 10 Jahre) verlängert werden. Wir brauchen etwa unbedingt die Präimplantationsdiagnostik, denn es ist widersinnig in der Reproduktionsmedizin Embryonen einzusetzen und dann im Falle einer Schädigung einen Abortus zu veranlassen, wenn eine große Zahle von Schäden schon vorher diagnostiziert werden könnte!"

Illmensee bedauert die unsachliche und vielfach sowohl inkompetente als auch emotional überladene Diskussion zu diesen wichtigen Themen. Er ist grundsätzlich für liberalere gesetzliche Rahmenbedingungen, betont allerdings: "Es muss nicht gleich die amerikanische Lösung sein!" Unmittelbar vor der ESHRE 2002 findet die APART- Tagung in Wien statt. Bei dieser kleineren Tagung (unbestätigte, kolportierte Teilnehmerzahl 100) werden die Inhaber privater reproduktionsmedizinischer Institute - also gleichsam die "Reproduktionsmedizinische Wirtschaft - in einem erstklassigen internationalen Programm vor allem praxisorientierte Themen diskutieren, so Illmensee. Die Themen der ESHRE behandeln hingegen schwerpunktmäßig die Forschungs-News zur Reproduktionsmedizin.


MEDCOMMUNICATIONS Dr. W. Schuhmayer KEG
P. Abel-Str. 8, A-3400 Klosterneuburg, Austria - Europe
Tel: +43-2243-303 43 & +43 - 664-435 2930
Fax:+43-2243-303 44 & +43 - 1 - 33 49 609
E-mail: office@intmedcom.com
Media-Service: www.intmedcom.com
Member of the American Chamber of Commerce in Vienna
& The American Association for the Advancement of Science