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Pressemeldung vom Mittwoch, 29.5.2002, 10.00h

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Jahrestagung der Österr. Ges. f. Chirurgie

MEDIZINISCHES INOVATIONSFEUERWERK

Wien. Heute Morgen fand im "Billrothhaus" in Wien die Pressekonferenz der "Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie" (www.chirurgie-ges.at) anlässlich deren Jahrestagung am kommenden Wochenende statt. Die Chirurgen präsentierten spezielle neue Techniken und Technologien - Die Schlagworte: Elektronisch gesteuerter Schließmuskel, Magenkorsett für Superdicke, die Venenfräse und neue Hightechmethoden der Wundversorgung vor allem chronischer Wunden.

Prof. Dr. Rudolf Schiessel, Wien gab Entwarnung für alle jene, die im Rahmen einer Darmkrebsoperation den "Seitenausgang" fürchten. Möglich macht das eine Erfindung des Medizinprodukteherstellers Medtronic: "Das Prinzip besteht darin, dass ein Beinmuskel (M. gracilis) um den Darmausgang geschlungen wird. Der Muskel ist mit einem elektronisch gesteuerten Impulsgeber verbunden. Mittels Steuergerät (Fa. Medtronic), kann diese Stimulation des Muskels ein- oder ausgeschaltet werden. In der Praxis bietet das einen Darmschließmechanismus, der je nach Bedarf aktiviert oder deaktiviert werden kann."

Neues auch für die pathologisch "Superdicken" mit einem Body-Mass-Index von über 40. Betrifft immerhin 11% aller ÖsterreicherInnen oder 880.000 Menschen. Ihnen kann geholfen werden mit einem Durchflussventil am Mageneingang - dem Magenband. Es wurde von der Österreichischen Firma AMI GmbH in Götzis entscheidend verbessert. Prof. Dr. Harald Rosen, Wien: "Das System repräsentiert eine künstliche, individuell variable Engstellung des Mageneinganges. Der mechanische Effekt entspricht jenem eines Trichters. Man kann zwar theoretisch viel einfüllen, aber nur eine bestimmte Menge passiert den Auslass. In der Regel wird allerdings der Umgang mit der künstlichen Magenstenose rasch erlernt. Binnen 15 - 24 Monaten verlieren die PatientInnen 70 - 80% einen Großteil ihres Übergewichts für immer."

Prim. Doz. Dr. Peter Lechner, der Chef der Chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Klosterneuburg, NÖ, präsentierte eine neue Methode der Firma Smith & Nephew zur Entfernung sogenannter Seitenastvarizen (Krampfadern): "Es handelt sich um eine Methode der Minimal Invasiven Chirurgie, bei der lediglich zwei Schnitte nötig sind. An einem Ende wird dann eine starke Lichtquelle eingeführt, die ermöglicht, deutlich zu sehen, was man macht und wo man sich befindet. Von der anderen Seite wird eine kleine Fräse (Durchmesse nur 3,5 mm) eingebracht, die die kranke Vene fragmentiert und die Fragmente sowie das Hämatom (Blut) auch gleich absaugt. In die verbleibenden Kanäle wird eine blutstillende Lösung instilliert."

Doz Dr. Gerald Zöch erläuterte die Bedeutung moderner Wundheilungsverfahren: "All diese Neuentwicklungen finden erst dann ihre wahre Bedeutung, wenn man auf die explodierenden Kosten durch immer mehr derartige Wunden sieht. So kostet etwa die Versorgung eines einzigen Betroffenen mit Dekubitus (Wundliegen) ganze 20.000.- ? pro Fall. Diese Ausgaben werden vom Versicherungssystem übernommen. Dagegen stehen Präventionskosten von jährlich 500 - 1.200.- ?. 16% aller Pflege- und 10% aller AkutpatientInnen weisen einen Dekubitus auf. Ähnlich die Situation beim diabetischen Fuß, der immerhin auch noch 7.500.- ? / Jahr kostet. 75% aller stationären Kosten, die DiabetikerInnen verursachen, gehen zu Lasten der diabetischen Fußgeschwüre (Ulcus)."


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