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Pressemeldung der Österr. Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
vom Dienstag 28. Mai 2002

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Jahrestagung der Österr. Ges. f. Gynäkologie und Geburtshilfe

NEUE TRANSPARENZ & ENERGISCHE FORDERUNGEN

Wien. Heute Morgen fand im AltenAKH in Wien die Pressekonferenz der "Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe" (www.oeggg.at) anlässlich deren Jahrestagung am kommenden Wochenende statt. Die GynäkolgInnen präsentierten allgemein zugängliche Behandlungsrichtlinien als einen Schritt in Richtung mehr Transparenz für die Frauen. Für folgende Themen setzen sie sich vehement ein: mehr Verständnis für die sexuellen Bedürfnisse der reiferen Frau. - Fort mit den überkommenen Tabus im Zusammenhang mit der Harninkontinenz - Bessere Überwachung des Zuckerstoffwechsels Schwangerer zur Vermeidungen gefährlicher Geburtskomplikationen - Verbesserte Akzeptanz des Leiden Osteoporose, das für eine über 50%-jährige Frau ein identes Sterberisiko birgt wie Brustkrebs. Nicht zuletzt wurde eine neue Substanzgruppe vorgestellt, die bei rasch wachsendem Brustkrebs wirksam ist.

Osteoporosespezialist Prim. Dr. Hans Concin, Bregenz: "Anhand der Früherkennung des Mamma-Carcinoms lässt sich auch die weitgehende Unterentwickeltheit im Bewusstsein der potentielle BetRoffenen demonstrieren. Rund 60% der Frauen über 50 unterziehen sich einer Mammografie, während nur 30% dieser Bevölkerungsgruppe zu einer Knochendichtemessung geht. Und das bei identem Mortalitätsrisiko im Vergleich zum Brustkrebs."

Das rasch wachsende, inflammatorische Mamma-Carcinom würde viel zu häufig nicht erkannt ;beklagt Frauenkrebs-Experte Prof. Heinz Salzer, Wien: "Die Brust ist dabei stark gerötet, geschwollen und diese Symptomatik führt in nahezu der Hälfte der Fälle zu einer fatalen Fehldiagnose - jener der Mastitis (Brustentzündung). Wertvolle Zeit geht mit sinnloser Antibiotikagabe verloren. Das inflammatorische Mamma-Ca ist als eine generalisierte, systemische Erkrankung anzusehen, da in 50-70% der Fälle bereits Metastasen ausgebildet sind (vgl. 5% bei "normalem" Brustkrebs)."

Speziell mit den sexuellen Bedürfnissen der reifen Frau beschäftigte sich Prof. Dr. Christian Egarter, Wien. Laut einer Studie wäre die Substanz *Tibolon besonders gut für den Hormonersatz bei älteren Frauen geeignet. Egarter: "Es zeigte sich eine generelle Steigerung der Zufriedenheit mit dem Sexualleben und eine signifikante Besserung der verschiedensten Aspekte der Libido. Sexuelle Funktionsstörungen wie verminderte Orgasmusfähigkeit, Schmerzen beim Koitus (Geschlechtsverkehr) oder Scheidentrockenheit konnten meist ebenfalls behoben werden.

Bis zu 10% aller Geburten sind von einem bedrohlichen Wohlstandsphänomen betroffen - dem Schwangerschaftsdiabetes. Prof. Dr. Adolf Beck, Wien: "Es kommt zu einem vermehrten Größenwachstum der Frucht mit überhöhtem Geburtsgewicht. - Das Kind wir zu groß für die Geburtswege. Die Folgen sind in der Geburtshilfe gefürchtet. Allen voran die sogenannte Schulterdystokie. Darunter versteht man das "Steckenbleiben" des Kindes während des Geburtsvorganges. Vielfach sind durch den Stillstand des Geburtsvorganges riskante Zusatzmaßnahmen wie Zange oder Saugglocke notwendig. Derartige Fälle, die im Extrem mit dem Tod des Kindes enden, aber auch mit Armlähmungen oder dauerhaften Schäden durch Sauerstoffmangel einhergehen können, führen oft zu gerichtlichen Folgen." Deshalb fordert die ÖGGG Zuckerbelastungstests zwischen 24. und 28. Schwangerschaftswoche.

"Bis zu 20% aller ÖsterreicherInnen sind in der einen oder anderen Form, häufig altersabhängig, vom Problem des unwillkürlichen Harnabganges - der Harn-Inkontinenz - betroffen." beschrieb Prof. Dr. Paul Riss, Mödling. "Hinsichtlich der Häufigkeit sehen wir durch ein langsames Aufbrechen des thematischen Tabus erst, wie viele Frauen eigentlich betroffen sind. Dennoch sucht nur ein Bruchteil der Betroffenen tatsächlich ärztliche Hilfe. . .Speziell bei tabubehafteten Themen ist die konstante Unterstützung durch die Medien von essentieller Bedeutung." Forderte Riss mehr Unterstützung in der Aufklärung der Frauen.


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