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Pressemeldung vom Mittwoch 29. April 2002

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Parkinson - 40% gar nicht diagnostiziert!

EXPERTEN KONSTATIEREN TRENDWENDE

Wien/Graz/Innsbruck. Aufgrund der sogenannten REAL-PET-Studie ( www.parkinson.org/slowpropd.htm ), die erst vor einer Woche in den USA von der American Academy of Neurologie (www.aan.com ) präsentiert wurde, konstatieren auch die Experten der Österreichischen Parkinsongesellschaft ( www.parkinson.at ) - namentlich die Ordinarien für Neurologie - eine Trendwende in der Behandlung der Parkinson-Erkrankung. Schon von Beginn an sollen Substanzen aus der Gruppe der Dopamin-Agonisten wie etwa Ropinirol eingesetzt werden. Hintergrund ist ein Weniger an Nebenwirkungen und ein neuroprotektiver (nervenzellschützender ) Effekt dieser Substanzklasse.

Die Zahl der Betroffenen steigt ständig. Dazu Univ. Prof. Dr. Erwin Ott, Neurologiechef in Graz: "Aufgrund der aktuellen Bevölkerungsentwicklung gehört die primär idiopathische Parkinson-Erkrankung (d.h. sie ist nicht Folge einer andern Grunderkrankung) als "Alterserkrankung" zu jenen Krankheitsbildern, die konstant häufiger werden. Weltweit sind rund 4 Mio. Menschen erkrankt, jenseits des 65. Lebensjahres mehr als 2% der Bevölkerung betroffen. (Details siehe Tabelle) Konkret gibt es in Österreich etwa 30.000 Betroffene. Bis zu 10% von ihnen sind jünger als 40. Diese Angaben sind allerdings mit einer enorm hohen Dunkelziffer behaftet, da etwa 40% der Erkrankungen gar nicht diagnostiziert werden."

Univ. Prof. Dr. Eduard Auff von der Universitätsklinik für Neurologie, Wien: "Diese Erkenntnisse haben den Stellenwert der Dopamin-Agonisten wesentlich erhöht. Der Nutzen ergibt sich vor allem für PatientInnen in der Frühphase der Erkrankung. Im Gegensatz zu den bisher rein symptombezogenen Behandlungseffekten der Parkinsonmedikamente belegen die aktuellen Studien erstmals diese "neuroprotektive" und somit ursächliche Wirkung der Dopamin-Agonisten auf die Parkinson-Erkrankung."

Der Präsident der Österreichischen Parkinsongesellschaft, Univ. Prof. Dr. Werner Poewe, Innsbruck, bestätigte die Trendwende anlässlich eines Exklusivinterviews am Rande der Jahrestagung der Österr. Gesellschaft für Neurologie in Gmunden: "Das führt zu einem Umdenken und einer Trendwende in der Behandlung der Parkinson-Erkrankung!"


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