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Pressemeldung vom 25. April 2002

Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

BACKGROUNDER ZUR PRESSEKONFERENZ

"Neue Hoffnung bei Parkinson"

Ende April tagte die "American Academy of Neurology" und schon stellen Ihnen die Vorstände aller "Univ. Kliniken für Neurologie" aktuelle News zur Verfügung. Konkret geht es um eine NEUE STUDIE, die VIEL HOFFNUNG für Parkinson-Kranke in Frühstadien verspricht. 20.000 Menschen leiden in Österreich daran, 1.500 Neuerkrankungen jährlich, 2% aller über 65-Jährigen, Tendenz steigend! ***************************************
Es sprechen die Vorstände aller drei Univ. Kliniken für Neurologie! Univ. Prof. Dr. Erwin Ott/Graz, Prof. Dr. Eduard Auff / Wien , Prof. Dr. Werner Poewe / Innsbruck ***************************************
Bei den aktuellen Studien zur Wirkung und Nebenwirkungen verschiedender Behandlungsformen der Parkinson-Erkrankung kam eine neue Untersuchungstechnik zur Anwendung. IntMedCom hat diese Technologie bereits 1999 im Rahmen euiner Pressekonferenz vorgestellt. Lesen Sie hier Wissenswertes zur PET - "Positronen Emossions Tomografie"
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Positronen Emissions Tomografie (PET)
DER SCHLÜSSEL ZU BESSEREM PARKINSON-VERSTÄNDNIS

Wien. Noch vor wenigen Jahren galt die PET als ein überteures, highly sophisticated "Spielzeug" in komplizierten For-schungslabors. Heute hat sie als sensationelle Untersuchungstechnik vielfach Eingang in die Routine gefunden. Im Ge-gensatz zu bisherigen Technologien können mit der PET qualitative und quantitative Aussagen über viele Erkrankungen gemacht werden - zum Beispiel also: "Ist ein Tumor bösartig?" oder "Wirkt die Therapie zufriedenstellend?" Neuerdings gibt es kostensparende Verwendungsmöglichkeiten in Cardiologie und Neurologie. Aktuelles Beispiel - die Verlaufskontrolle einer PARKINSON-Therapie-Studie.


TECHNIK
Die Technologie selbst klingt in ihren physikalischen Details etwas kompliziert, ist vom Prinzip her allerdings leicht ver-ständlich. Ein radioaktiver Marker - das Radionuklid 18F - wird (in diesem Falle) an einen Zuckerabkömmling - gekop-pelt. Das Ergebnis dieser Reaktion heißt 18FDG (=18-Fluor-Deoxy-Glukose). Das Fluor kann aber auch an ein anderes Molekül gekoppelt sein wie beim PARKINSON an L-DOPA - so wird die Aufnahme dieser Substanz durch funktionsfähige Nervenzellen beurteilt. Der Marker wird i.v. appliziert und reichert sich im Gewebe an.

Beispielsweise ist der Zuckerstoffwechsel - die Zuckeraufnahme - von Karzinomzellen höher als jener von "normalem" Gewebe. Somit nehmen diese Zellen mehr FDG auf als ihre Umgebung. Das Zuckerderivat kann nicht abgebaut werden und bleibt im Gewebe "hängen". Der radioaktive Zucker markiert somit diese Gewebe und sendet Signale aus.

Bei Parkinson ist es ähnlich einfach. "Lebende" Nervenzellen nehmen das markierte L-DOPA auf und können deshalb sichtbar gemacht werden. Funktionsuntüchtige ("abgestorbene") Zellen nehmen nichts auf und erscheinen daher nicht markiert.


VORTEILE
Der enorme Vorteil der PET liegt darin, dass man nunmehr sagen kann, ob die betroffenen Zellen noch funktionstüchtig sind. Wie viele von ihnen im Vergleich zu einem Basiswert noch ihren Aufgaben nachkommen können.

Eines der modernsten Systeme dieser Art - ein Ring-PET-Scanner - steht seit 1999 im Wiener Wilhelminenspital bei Prof. Dr. Horst Köhn. Das exakte Pendant dazu im LKH - Klagenfurt bei Prim. Univ.-Doz. Dr. Peter Lind. Prof. Köhn: "Diese PET-Kamera ermöglicht uns enorme Fortschritte, denn wir können nicht nur sagen, ob und wie gut die PatientInnen auf unterschiedlichste Behandlung angesprochen haben . Nicht zuletzt erkennen wir bei unserem ,Ganzkörper-Scanning' auch Metastasen von wenigen Millimetern."


KOSTENEFFIZIENZ
In Zukunft soll eine bundesweite Abdeckung mit etwa 20 PET-Kameras allen PatientInnen den Zugang zu dieser Innova-tion ermöglichen. Dieser Fortschritt wird von den Spitalserhaltern und damit mehrheitlich aus Steuermitteln bestritten. Die Spitalserhalter wissen, warum! Prof. Köhn: "In den USA wurden bereits konkrete Kosten-Nutzen-Rechnungen erstellt, die die Kosteneffizienz dieser Technologie belegen, obwohl die Methode auf den ersten Blick teuer erscheint. Dennoch ist das kein Such-test, sondern eine Ergänzung unter strengster Indikationsstellungen, die nach herkömmlichen Diagnoseverfahren zum Einsatz kommt."


AUCH NACH HERZINFARKT
In der Cardiologie dient die PET dazu, nachzuweisen, ob nach Herzinfarkten bestimmte Areale des Herzmuskelgewebes noch überlebensfähig (vital) sind. Die Beantwortung dieser Frage ist wichtig, wenn eine sogenannte Reperfusionsoperati-on - die chirurgische Gefäßrekonstruktion zur Wiederherstellung der Durchblutung - angestrebt wird. Wenn keine Vita-lität (Zuckeraufnahme) vorliegt, bringt eine Operation für die PatientInnen keinen Vorteil.


HIRNDIAGNOSTIK
Die Neurologie verwendet PET zur Abklärung der Frage: "Morbus Alzheimer - ja oder nein?" Denn selbst wenn die kli-nische Symptomatik noch geringfügig oder unklar ist, zeigt das PET-Bild bereits "typische Verteilungsmuster". Startschuss für eine Behandlung oder eben keine unnötige Therapie.

Die PARKINSON-Diagnostik kontrolliert so die Überlebensrate der Hirnzellen unter verschiedenen Therapien.


ZUKUNFTSMUSIK
Ähnlich wie nach Herzinfarkt kann nach Schlaganfall ebenfalls festgestellt werden, welche Gehirnareale noch vital sind und einer ,Reperfusion' zugeführt werden können - somit von einer Intensivtherapie profitiert:

Ähnlich die Situation beim PARKINSON. Mit der PET könnte der Verlauf der Erkrankung bzw. das Ansprechen auf eine Therapie oder deren Nebenwirkungen - Stichwort "Zelltoxizität" der L-DOPA-Behandlung - exakt verfolgt werden. Der Schritt aus den Studien in die Praxis ist allerdings eine Kostenfrage. Derzeit erfolgt die Diagnose bzw. Verlaufsbeobachtung nach klinisch-symptomatischen Kriterien.


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