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Pressemeldung vom Mittwoch 11. April 2002

Vor Ärzteprotest gegen "Help-Syndrom"?

HEISSES EISEN IMFPUNG

Gesundheit/Medizin

Wien/Salzburg. Soeben kündigte der Österreichische "Impfpapst" und Präsident des "Österreichischen Grünen Kreuzes für Vorsorgemedizin" , Univ. Prof. DDr. Ernst G. Huber, im Exklusiv-Interview mit IntMedCom - allerdings ausdrücklich in seiner Funktion als Privatmann und nicht als Vertreter des ÖGK - für den morgigen Medien-Event http://www.intmedcom.com/ankuendigungen.htm zum "Impftag 2002" ein Statement der ganz besonderen Art an.

"Wenn sich jemand aufgrund der gestrigen 'Help-TV-Sendung' nicht gegen FSME impfen läßt und deshalb an dieser Virusinfektion erkrankt, bin ich bereit, Frau Stöckl wegen ihres verantwortungslosen Umganges mit medizinischen Inhalten zu klagen."

Tatsächlich hat bereits vor wenigen Wochen eine HELP-TV-Sendung zu Empörung unter Impfexperten geführt, weil dort rein spekulative Zusammenhänge zwischen dem Impfstoffstabilisator "Thiomersal" und der Ausbildung von Autismus bei Kindern in - nach Meinung der Mediziner - unverantwortlicher Weise präsentiert wurde. Stein des Anstosses war keineswegs die Tatsache, dass der - allerdings durch keine seriöse "Evidence Based Medicine Studie" bewiesene - Zusammenhang diskutiert wurde, sondern es ging um das "Wie". Vor allem um das Vorzeigen eines Kindes mit Autismus, das nach Aussagen dreier unabhängiger UniversitätsprofessorInnen "mit Sicherheit" aufgrund einer bekannten, ausdiagnostizierten Stoffwechselgrunderkrankung und nicht wegen des Stoffes Thiomersal an Autismus leidet.

Den PräsentatorInnen der Sendung soll dieser Hintergrund bekannt gewesen sein . . . .

An der gestrigen Sendung kritisiert Huber entschieden die erneut undifferenzierte Betrachtung von seltenen Impfnebenwirkungen. Es wurde ein Fall von MS (Multipler Sklerose) präsentiert, bei dem es angeblich nach einer FSME-Schutzimpfung zu einem sogenannten "Schub" gekommen sein soll. Darunter versteht man das akute Auftreten von verschiedenen Beschwerden mit einer massiven Verschlechterung des Allgemeinzustandes von MS-PatientInnen. Die Ursachen für diese "Schübe" sind sehr vielfältig und reichen von psychischen Auslösern bis zur Infektion als Trigger. Die konkreten Auslösemechanismen sind unbekannt.

Tatsächlich könnte theoretisch zwar jede Impfung einen solchen Schub auslösen, allerdings ist der direkte Zusammenhang mit dem FSME-Impfstoff nach Meinung von Prof. Huber keinesfalls bewiesen - und vermutlich wissenschaftlich auch schwer beweisbar. Nicht zuletzt liegt es auch im Ermessen der Betroffenen, sich dem bekannten Risiko eines Schubes auszusetzen, da derartige Erreignisse von der Medizin kaum bis gar nicht vorhersagbar sind und die Betroffenen dies auch wissen.

Was Huber ärgert? "Man soll die Öffentlichkeit immer korrekt und umfassend infomieren, aber mit dem nötigen seriösen, ethischen Hintergrund. Wenn sich das in den USA jemand erlaubt, wird auch geklagt. Mir reicht es jetzt." Soweit Huber heute erbost.

Ob Privatmann Huber morgen Abend als ehemaliger, hoch profilierter Chef der Salzburger Kinderklinik tatsächlich das angekündigte Statement auch in die Presse-Mikrofone sagen oder sich lieber in nobles Schweigen hüllen wird, ist derzeit noch nicht völlig sicher. Seine Ankündigung gibt der Medien-Veranstaltung - siehe Link - allerdings eine ganz besondere Brisanz.

Mit Sicherheit wird allerdings der Impfexperte Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer, LKH St. Pölten , in der Pressekonferenz ein Statement "Eigenverantwortung gefragt" geben, in dem er ebenfalls kritische Wort zum verantwortunglosen, unethischen Umgang mit medizinischen Inhalten finden wird.


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