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Pressemeldung vom 13. März 2002

Pneumokokken:

Impfschutz auf dem Vormarsch!

Wissenschaft/Medizin/Gesundheit.

Wien/ St. Davids / Pennsylvania / USA. In den USA ist das seltene Phänomen aufgetreten, dass ein Impfpräparat sämtliche Erwartungen übertrifft. Konkret handelt es sich um den Impfstoff "Prevenar®*" eines weltweit führenden Herstellers - "Wyeth" (www.wyeth.com, www.wyeth.at) - mit dem auch Kleinkinder unter 2 Jahren gegen gefährliche Pneumokokken-Infektionen geschützt werden können. Seit der Einführung dieses Impfstoffes ist in den USA die Häufigkeit invasiver Pneumokokken-Infektionen massiv zurückgegangen. In Zahlen ausgedrückt, um 87% - in der am stärksten gefährdeten Gruppe von Kleinkindern unter einem Jahr.

Weltweit verursachen invasive Pneumokokkeninfektionen bei jungen Kindern jährlich etwa 1,2 Millionen Todesfälle. Rund 40% aller Todesfälle betreffen Kinder unter 5 Jahren. In Deutschland lag die Inzidenz von invasiven Pneumokokken Erkrankungen bei Kindern unter 2 Jahren von 1997 bis 2000 bei etwa 20 Fällen/100.000/Jahr. Trotz rechtzeitig erfolgter Antibiotikatherapie und relativ günstiger Resistenzsituation liegt die geschätzte Letalität von invasiven Pneumokokkenerkrankungen noch bei 10-20%.

Bereits auf zwei Pressekonferenzen ("Impfen rettet Leben", "Tödliches Risiko Pneumokokken")haben im Vorjahr Österreichische Impfspezialisten (siehe: www.intmedcom.com)und Kinderärzte mit Unterstützung des "Österr. Grünen Kreuzes für Vorsorgemedizin" (www.gruenes-kreuz.org) massiv die generelle Immunisierung von Kindern unter 2 Jahren gefordert.


Beinharte Ignoranz

In einem eigens erstellten "Konsensuspapier" des ÖGK lässt die Klarheit der Forderungen nichts zu wünschen übrig: "Trotz intensiver Aufklärungsarbeit des Österreichischen Grünen Kreuzes für Vorsorgemedizin ist es bis heute nicht gelungen, bei der Bevölkerung und den behandelnden Ärzten eine ausreichende Bewusstseinsbildung im Hinblick auf die allgemeine Notwendigkeit von Pneumokokkenimpfungen zu induzieren. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Diagnose einer invasiven Pneumokokkenerkrankung in Österreich auf Grund unzureichender Diagnostik zu selten gestellt wird. Der neue Konjugatimpfstoff (Anm: Prevenar®*)sollte allen Kindern unter 2 Jahren und insbesondere den Risikogruppen verabreicht werden."

Bisher verhallte diese Forderung an die verantwortlichen Gesundheitspolitiker allerdings ungehört, da die Finanzierung von einer Instanz zur nächsten verschoben wird. Dabei wurde die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme durch die Daten der sogenannten "Kaiser-Permanente-Studie" eindrucksvoll belegt. Im dieser Rahmen dieser Studie, an der über 5 Jahre hinweg mehr als 37.000 Kinder teilgenommen haben, zeigte der neue Impfstoff eine Schutzwirkung von 97,4 % gegenüber den Impf - Serotypen (Erregervarianten). Unter Berücksichtigung der lokalen "Serotypen" Situation in Mitteleuropa kann man mit einer Schutzwirkung von etwa 75% gegenüber der Gesamtheit der invasiven Pneumokokkeninfektionen rechnen. Der Prozentsatz betreffend die gefürchtete Pneumokokken Meningitis liegt sogar klar über 80%.


Keine Lobby!

In Kürze werden zu den in Österreich vorkommenden Serotypen ganz aktuelle Daten zur Verfügung stehen. Bis dahin hat der "Impfausschuss des Obersten Sanitätsrates" aus medizinisch-ethischen Gründen die kostenfreie Durchimpfung zumindest der Risikogruppen dringend empfohlen. Zu den Risikogruppen gehören: Frühgeborene, untergewichtige Neugeborene, Kinder mit Gedeihstörungen, neurologischen Erkrankungen, anatomischer oder funktioneller Asplenie (fehlende Milz), Störungen der Immunabwehr, chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Herzfehlern sowie Kinder mit Sichelzellanämie.

Leider wurde auch diese - sehr eingeschränkte - Empfehlung des Obersten Sanitätsrates - von den Entscheidungsträgern im Gesundheitssystem bisher konsequent ignoriert.

Der Impfspezialist und Pädiater, Prim. Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer, LKH St. Pölten, formulierte die Grundproblematik anlässlich einer der Pressekonferenzen wie folgt: "Kinder haben eben keine Lobby!" - Einfach zum Nachdenken . . .


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