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PRESSEMELDUNG - MITTWOCH, 07.11.01 06:51:02 CET/MEZ NO EMBARGO Wissenschaft/Gesundheit/Medizin

Altersdepression

ZU SELTEN DIAGNOSTIZIERT UND LEBENSGEFÄHRLICH

Wien/Graz/Linz. Unter dem Titel der Pressekonferenz "Die vergessenen Alten" warnten heute in Wien Experten davor, die Altersdepression weiterhin nicht gebührend zu beachten. Der Präsident der "Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie" und Leiter der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz, Prim. Doz Dr. Werner Schöny: "Die Altersdepression unterliegt in ihrer Symptomatik zwei häufigen Irrtümern. Zum einen wird sie oftmals als "normale Alterserscheinung" missverstanden, zum anderen gar als "Demenz" interpretiert. Das mag daran liegen, dass für den Ungeschulten immer wieder Symptome auftauchen, die scheinbar auf eine Demenz hinweisen." Die Altersdepression ist durch schwere Verläufe gekennzeichnet und viele begehen Selbstmord.

Dazu Kriseninterventionsexperte Prof. Dr. Gernot Sonneck vom Institut für medizinische Psychologie in Wien: "Wenn wir über das Thema Selbstmord und Alter sprechen, dann sprechen wir eigentlich über die Männer. Grundsätzlich ist es zwar so, dass mit steigendem Alter- und damit im Zusammenhang mit der Altersdepression - die Zahl der Selbstmorde deutlich zunimmt, aber bei den Männern über dem 70. Lebensjahr ist das ein beinahe explosionsartiger Zuwachs."

Der interimistische Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie in Graz, Prof. Dr. Götz Bertha erklärte, warum die Diagnose der Altersdepression häufig Probleme machte. Die häufigen körperlichen Symptome unterscheiden sich nicht immer wesentlich von üblichen "Altersbeschwerden". Zusätzlich spielen aber sozio-ökonomische Faktoren eine bedeutende Rolle. Bertha: "Lässt sich in der Pension der Lebensstandard stabilisieren?. Muss vielleicht die gewohnte Wohnung gewechselt werden. Droht eine Verlegung in ein Pflegeheim bei gleichzeitiger Ablehnung des "Sich helfen lassen Müssens "?

Einmal diagnostiziert, ist die Behandlung allerdings keineswegs aussichtslos, erklärte Prof. Dr. Peter Hofmann, Univ. Klinik für Psychiatrie, Graz: "In Studien konnte hier besonders eine Gruppe an Anti-Depressiva brillieren - die SSRI (Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer). Unter denen wiederum vor allem die Substanzen: Citalopram (Seropram®*), Paroxetin (Seroxat®*) und Sertralin (Tresleen®*). Diesen Subtanzen sind in Bezug auf die Altersdepression verschiedene Vorteile in unterschiedlicher Ausprägung gemeinsam. Es ist ausreichend, sie einmal täglich zu verabreichen. Dennoch verfügen sie über keine überlange Halbwertszeit wie etwa Fluoxetin. Sie weisen eine niedrige Quote an Interaktionen mit anderen Medikamenten auf."


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