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PRESSEMELDUNG 12.10.2001

Felix Burda Foundation for Cancer Research

Den Hämoccult-Test in der Lohntüte

München. Im März 2002 wird in Deutschland der sogenannte "Darm-Krebs-Monat" ausgerufen. InitiatorIn dieser Aktion ist die Felix Burda Foundation (FBF). Dr. Christa Maar, CEO der FBF, im Exklusivinterview mit IntMedCom: "Wir wollen nicht nur aktiv gegen den Darm-Krebs auftreten, sondern auch unsere eigene Verlagsgruppe zu einem "Musterbetrieb" machen." So werden die Mitarbeiter der deutschen Verlagsgruppe (Burda, Focus etc.) im Vorfeld des "Krebs-Monats" tatsächlich einen Hämoccult-Test in die Lohntüte gelegt bekommen.

Die Felix Burda Foundation wurde vor zwei Jahren vom Verleger Hubert Burda ins Leben gerufen und ist damit eine relativ junge NGO (Non Governmental Organisation), die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Situation rund um den Darm-Krebs entscheidend zu verbessern.

Dr. Christa Maar: "Wir haben zu Beginn unserer Tätigkeit ein ausführliches Erhebungsprogramm durchgeführt und die Ergebnisse waren ernüchternd. Die ÄrztInnen sind vielfach nur mangelhaft über die Präventionsmaßnahmen informiert. Sie wissen nur unzureichend Bescheid über neuestes therapeutische Optionen. Die Betroffenen haben keine Möglichkeit, sich an einer einzigen Stelle suffizient und umfassend Informationen zu holen. In der Forschung gibt es kaum die notwendige Vernetzung, um Gedanken und Ergebnisse rasch nutzbringend weiterzugeben oder auszutauschen."

So gut wie in allen Bereichen müssen entscheidende Mängel konstatiert werden: Wissenschaft und Forschung nicht vernetzt, interdisziplinäre Ansätze fehlen. Erschreckend die Zahlen: 60% der "Erstdiagnosen" von Darm-Krebs sind bereits chancenlos. Will man sich umfassend über Behandlungsmöglichkeiten informieren, muss man wochenlang suchen.

40 Millionen LeserInnen pro Woche Daher war der erste Schritt der Verlagsgruppe, die wöchentlich rund 40 Millionen Deutsche erreicht (rund 50% der Gesamtbevölkerung), in jedem ihrer Medien massiv, konstant und umfassend über Darm-Krebs und vor allem auch Prävention zu berichten. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Dr. Maar: "Die Teilnahmerate an Vorsorgeuntersuchungen steigt sichtbar an."

Der zweite Schritt ist eine massive und umfassend Web-Präsenz. Hier war man anfangs etwas optimistischer und wollte schon früher ins Internet. Maar: "Es hat sich gezeigt, dass es doch deutlich schwieriger ist als angenommen, eine umfassend vernetzte Plattform zu entwickeln. Das war eine ernüchternde Phase. Vor allem mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass bereits Vorhandenes zu wenig patientInnenfreundlich und eigentlich alles neu geschrieben werden muss. Man hat sich die Latte bewusst hoch gelegt, denn man will auch sehr stark der individuellen Situation der Suchenden entsprechen. Psychosoziale Elemente sollen nicht zu kurz kommen. Probleme haben sich vor allem in folgenden Bereichen ergeben: Wie erhält man neueste Informationen zu Chemotherapie, Umgang mit Nebenwirkungen oder der Immuntherapie? In jedem Bereich gibt es zwar Spezialisten, die - so Maar - jedoch nicht in der Lage sind, patientInnengerecht zu kommunizieren. Nicht zuletzt müssen verschiedenste Institutionen anwenderInnenfreundlich verknüpft werden.

Compliance ärztInnenabhängig ! Der Hintergrund ist höchst brisant. So hat die FBF eine Metaanalyse vorhandener Studien erstellen lassen, die belegt, dass die Compliance der Betroffenen direkt proportional mit der Kompetenz und dem Wissensstand der BehandlerInnen steigt. Schlecht ausgebildete ÄrztInnen produzieren somit wenig kooperative PatientInnen.

Ein Kernanliegen der FBF ist vor allem die Prävention und Früherkennung von Darm-Krebs. Bald nach der Gründung der FBF begann die massiven mediale Aufklärung in den eigenen Medien. Maar: "Die Medizin- und Gesundheitsseiten werden überall gelesen, unabhängig von der Grundausrichtung des einzelnen Mediums." Hinzu kommen eigens gestaltete Anzeigenkampagnen, um möglichst frühe Vorsorgeuntersuchungen zu initiieren. Im nächsten Schritt werden Prominente aktiv zur Darm-Krebs-Vorsorge aufrufen.

Der bisherige Höhepunkt der FBF-Initiativen wird aber die Ausrufung des "Nationalen Darm-Krebs-Monats" im März 2002 sein. In Kooperation mit anderen Institutionen wie der Deutschen Krebshilfe oder der Deutschen Krebsgesellschaft, dem Apothekerverband und Ärzteorganisation wird die Bevölkerung gezielt zu Risiken, Vermeidung und Früherkennung von Darm-Krebs informiert.

Burda als Vorzeigebeispiel Maar: " Wir wollen aber nicht nur mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen, sondern in unserem eigenen Unternehmen vorbildlich arbeiten. Im Vorfeld des Darm-Krebs-Monats erhalten unsere MitarbeiterInnen in der Lohntüte zunächst Informationen zur FBF, dann ein Info-Blatt zum Darm-Krebs-Risiko und als Schlusspunkt einen Hämocculttest, den sie durchführen und einsenden sollen. - Ein Hämocculttest ermöglicht die Feststellung von Blutspuren im Stuhl, einem anerkannten Frühsymptom bei Darmkrebs. - Maar weiter: "Wir werden die Motivation, mitzumachen, durch ein Gewinnspiel steigern."

Konkrete Ziele gibt es hinsichtlich der Situation der Vorsorgeuntersuchungen. Maar: "Die Coloskopie ab dem 50. Lebensjahr muss endlich von den Kassen bezahlt werden!" Vorreiter sind wieder einmal die USA, wo seit Juli 2001 alle 10 Jahre einmal diese Untersuchung von den Kassen bezahlt wird. Der Hintergrund? Ganz einfach. Rechtzeitiges Vorsorgen vermindert die Zahl der Erkrankungen, steigert die Frühdiagnosen und spart damit den Kassen Geld!

In Deutschland ist dieses Ziel ebenfalls in greifbare Nähe gerückt. So rechnet Maar zuversichtlich damit, dass auch deutsche Krankenkassen dieses Vorsorgemodell ab 1.1.2002 übernehmen werden. Maar: "Das ist ein sehr wichtiger Schritt!"


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