International MedCommunications
   
press conferencespress releasestopics plannedphotosspeakersthe agencycontact uslinkslast updatedate

PRESSEMELDUNG
28.9.2001

PMS - DAS STILLE LEIDEN DER FRAUEN

Wien. Monat für Monat leiden Hunderttausende ÖsterreicherInnen am sogenannten PMS (Prämenstruelles Syndrom). Darunter versteht man eine Vielzahl von Beschwerden, die vor der Monatsblutung auftreten. Für die Ursachen hat die Wissenschaft verschiedene Modelle parat, die allesamt inkomplett sind. War es früher die "Pille", die "reflektorisch" verschrieben wurde, sind es heute einerseits gezielte Gaben des Hormons Progesteron und vermehrt die erfolgreiche Anwendung von pflanzlichen Präparaten. Zigtausende Frauen schweigen allerdings und leiden still vor sich hin. Wer über Österreich hinausblickt, findet unzählige Informations- und Betroffeneninitiativen in angelsächlischen oder skandinavischen Ländern, während im deutschsprachigen (Kultur-)Raum ungleich weniger Information geboten wird.

Die einfachsten Bestätigung dieser Situation bietet der Blick ins Internet oder die einschlägigen Bücherlisten. Während in den USA und anderen Ländern breit über die Ursachen und Folgen des PMS diskutiert wird, ist es im deutschsprachigen Kulturraum fast schon schwer, umfassende Informationen zu finden. Die "USAnerinnen" sind deutlich privilegiert, wenn es um das PMS geht. Da gibt es PMS-Kalender, PMS-Tagebücher, PMS-Frauengruppen oder unzählige PMS-Aufklärungsinitiativen. Das PMS belastet, also spricht frau darüber. Anders in Deutschland, der Schweiz oder Österreich. Da ist guter Rat rar. Und dennoch sind die Zahlen der Betroffenen - soweit verfügbar - in den einzelnen Ländern kaum unterschiedlich. Unterschiedlich ist lediglich der Umgang mit dem Problem.

Der Obmann des Berufsverbandes Österreichischer GynäkologInnen, Dr. Michael Elnekheli dazu: "Jene Frauen, die zu uns kommen, reden darüber, aber mit den Jahren "lernen" die Frauen, Ihr Leiden zu verdrängen und "beschweren" sich nicht mehr."

Dennoch hat sich in Sachen PMS einiges geändert. Die ÄrztInnen nehmen die Probleme der Frauen deutlich ernster als früher. Vor noch nicht allzu langer Zeit galt der "hysterischen Frau" der zackige Griff in die Psychopharmakaschublade. Spannungszustände? Der Tranquilizer hilft! Traurigkeit? Her mit dem Antidepressivum! NOTA BENE! Dies gilt nicht für eine Untergruppe der echten Depression - die PMDS (Prämenstruelle dysphorische Störung, schon 1994 in der DSM-IV definiert) - aber Traurigkeit ist nicht auch gleich Depression. Ein ähnlich schematischer Reflex war die "Pillen"verordnung. In beiden Bereichen hat eine wesentlich differenziertere Betrachtungsweise begonnen. Die "Pille" nur bei gleichzeitigem Verhütungswunsch, ansonsten gestagenhältige Hormonpräparate. Und noch etwas ist - nicht zuletzt auf Druck der Frauen - eingetreten. Eine klare Öffnung der SchulmedizinerInnen in Richtung pflanzlicher Pärparate. Die sind auch nicht mehr, was sie einmal waren. Erste Erzeuger legen neuerdings sogar GCP-Studien vor und stellen sich einer streng wissenschaftlichen Beurteilung. "Wer wirkt, hat recht" weicht auch hier einer seriösen Betrachtung dieser Substanzen. Das öffnet schulmedizinischer Türen und wer bei PMS "Pflanzliches" verordnet ist längst kein "grüner Spinner" mehr.

download
download Winword-Dokument - Backgrounder ( 70 KB )

MEDCOMMUNICATIONS Dr. W. Schuhmayer KEG
P. Abel-Str. 8, A-3400 Klosterneuburg, Austria - Europe
Tel: +43-2243-303 43 & +43 - 664-435 2930
Fax:+43-2243-303 44 & +43 - 1 - 33 49 609
E-mail: office@intmedcom.com
Media-Service: www.intmedcom.com
Member of the American Chamber of Commerce in Vienna
& The American Association for the Advancement of Science