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Coronarsklerose

Beta-Strahlen verbessern PatientInnensituation

Wien. Immer mehr ÖsterreicherInnen erleiden eine Coronarsklerose. Wenn Medikamente nicht mehr helfen, ist die Ballonkatheter-Dehnung der Herzkrankgefäße oder das Einbringen zarter Stützgerüste (Stents) das Mittel der Wahl. 10.000 ÖsterreicherInnen unterziehen sich jährlich diesem Eingriff. Tendenz mit 10% stark steigend. Vielfach ist die Freude allerdings nur von kurzer Dauer, da sich die gedehnten Gefäße häufig wieder verschließen. Ein neues Behandlungssystem - die Lokaltherapie mit "weichen Beta-Strahlen - soll nun Abhilfe schaffen. Eines der besten Geräte dieser Art ist der GALILEO des US-Herstellers GUIDANT, der bei nur 5-minütiger Bestrahlungsdauer die Wiederverschlüsse auf bis zu 15% absenken kann. Zentrum dieser Behandlungstechnik ist derzeit in Österreich das Wiener AKH, das dabei weltweit höchste Reputation genießt. (Header = gleichzeitig Kurzversion) Prof. Werner Klein, Graz, zur Krankheitsentstehung: "Erst nach Jahrzehnten dieses Wachstums, wenn die Verengung 75% oder mehr beträgt, treten erste Symptome auf. Deren Ausprägung ist recht unterschiedlich. Fast 1/3 der Betroffenen erleidet als Erstmanifestation den "Plötzlichen Herztod", rund ein weiteres 1/3 einen Herzinfarkt und der Rest erlebt Symptome der Angina pectoris wie Atemnot, Brustschmerz, Kreislaufbeschwerden oder Schwindelgefühl. Solange die Beschwerden nur unter Belastung auftreten, kann mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Finden sich die Symptome bereits im Ruhezustand, ist ein Eingriff im Sinne einer Gefäßdehnung oder sogar einer Bypass-Operation indiziert." Das Patientengut ist einem unerfreulichen Wandel unterworfen. Prof. Helmut Glogar, interventioneller Cardiologe am AKH-Wien: "Generell werden die PatientInnen, die von Gefäßverengungen (Stenosen) betroffen sind immer jünger. War die Geschlechterverteilung Männer:Frauen bisher 70:30, so steigt der Frauenanteil rapide an, was aus unserer Sicht in der Einnahme der Kontrazeptiva und dem zunehmend "männlichen" Lebensstil der Frauen begründet ist. Die Verschiebung der Alterspyramide bewirkt gleichzeitig ein rasches Zunehmen der Gruppe der älteren und alten PatientInnen. So sind Gefäßdehnungen bei Menschen über 75 heute keine Seltenheit mehr. Sie machen bereits 15%-20% aller PatientInnen aus." Die Medizin konnte allerdings nicht nur Erfolge verbuchen. Glogar: "Trotz der enormen Fortschritte der letzten Jahre, konnte allerdings lange Zeit ein Kernproblem nicht ausreichend gehandhabt werden - die sogenannte Re-Stenosierung, bei der es zu einem Wiederverschluss des behandelten Gefäßes kommt." Nun kommt der Medizin eine neue Technik zu Hilfe: "Als eines der führenden Unternehmen auf diesem Sektor hat GUIDANT - auch in enger Zusammenarbeit mit unserem Team - nun eine spezielles Gerät, den GALLILEO entwickelt, das über die Abgabe von "weicher" Strahlung die Re-Stenosierung verhindert." Dabei kommen sogenannte Beta-Strahlen zum Einsatz. Sie sind "weicher" - die Eindringtiefe ins Gewebe beträgt nur 1-3mm. Grundsätzlich ein Vorteil, aber mit diesen Strahlern muss wesentlich exakter gearbeitet werden. Die Behandlung bedarf der engen Kooperation von Cardiologen und Strahlentherapeuten. Prof. Richard Pötter, Chef der Strahlentherapie am AKH-Wien: "Der GALILEO der Firma GUIDANT ist eines der weltweit besten dieser Geräte. Es basiert auf einem Phosporus-32 Strahler, der mittels Sonde am betroffenen Gefäßabschnitt für einigen Minuten zur Wirkung kommt. Die Erfolge der Therapie sind beeindruckend, die Zahl der Re-Stenosierungen lässt sich hochsignifikant auf etwa 15% senken. Vor einer Woche wurde in New Orleans beim Kongress der Amerikanischen Herzgesellschaft eine internationale Studie (INHIBIT; 332 Patienten; AKH Wien beteiligt) präsentiert, die eine signifikante Senkung der Re-Stenose mittels Phosporus-32 zeigte."