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Plötzlicher Herztod

EXPERTEN FORDERN MASSNAHMEN

Wien. Anlässlich der heutigen Pressekonferenz forderten namhafte Österreichische Cardiologen und Notfallmediziner Maßnahmen zur Verhinderung des "Plötzlichen Herztodes". Univ. Prof. Dr. Gerald Maurer, Universitätsklinik Wien: "Unter dem ,Plötzlichen Herztod' versteht man einen abrupten Herzstillstand, der unmittelbar zum Tode führt. Jährlich versterben daran etwa 15.000 ÖsterreicherInnen." Hilfe bringen nur rasch eingesetzte Notfalldefibrillatoren wie sie in den USA bereits Verwendung finden und die jederzeit auch von Laien bedient werden können. Mit dem Tod des "Ostbahnkurti-Erfinders" des Autors Gunter Brodl - er erlag vor wenigen Tagen im Alter von 45 Jahren einem plötzlichen Herztod - hat die Realität die Brisanz dieses Themas dramatisch verdeutlicht. In den USA sind die inneramerikanischen Fluglinien auf persönliche Weisung Präsident Clintons angehalten, derartige Geräte an Bord mitzuführen. In den Führungsetagen von Lauda-Air, AUA und Lufthansa laufen ebenfalls bereits Evaluierungen und Vorbereitungen, diese Notfalldefibrillatoren in absehbarer Zeit anzukaufen. Worin liegen die Ursachen der Herzstillstände? Maurer: "Wir können heute recht klare Risikogruppen definieren. In über 90% der Fälle liegt eine koronare Herzerkrankung vor. Häufig gibt es vorher keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Sehr nachdrücklich äußerte sich der Chefarzt des Roten Kreuzes Steiermark, Prof. Dr. Berthold Peutschnigg: "Eine Antwort auf diese Situation heißt "Frühdefibrillation"! Denn die Kernproblematik des plötzlichen Kreislaufstillstandes besteht in der Überbrückung der entscheidenden drei Minuten, die darüber bestimmen, ob Betroffene als gehirngesund überleben. Diese Periode MUSS unter allen Umständen und mit allen Mitteln überbrückt werden. Aufgrund der ernüchternden Zahlen sind folgende Bereiche nachdrücklich zu forcieren: Laien-Reanimation, Laien-Defibrillation und die Ausbildung medizinischen Laienpersonals. JEDER, DER VOR ORT IST, sollte Willens und in der Lage sein, zu helfen. Es sollte weit mehr bewusst gemacht werden als bisher, dass damit Tausende Leben gerettet werden könnten." Spezialist Prof. Dr. William J . Groh von der Universität Indianapolis, USA: "Die Elektroden des "Automatischen Defibrillators" werden an die Brust des Herztodopfers gehalten und das Herz wird durch Schocks zum normalen Herzschlag stimuliert. Der Vorteil des Gerätes besteht in der Tatsache, dass es einfach genug ist, um von den meisten Menschen verwendet werden zu können." Wer ist gefährdet? Vor allem Menschen nach Herzinfarkt. Prof. Dr. Herwig Schmidinger, AKH-Wien: "Es sollte bei jedem Patienten nach einem Herzinfarkt eine entsprechende Risikoevaluierung durchgeführt werden. Es kann so auf verläßliche Art und Weise eine Risikoabschätzung erfolgen und gegebenenfalls eine adäquate therapeutische Maßnahme gesetzt werden." Welche Maßnahmen? Schmidinger: "Im Kampf gegen den plötzlichen Herztod hat sich der implantierbare Cardioverter / Defibrillator in sämtlichen internationalen multizentrischen Studien als die einzig verläßliche und insbesondere der medikamentösen antiarrhythmischen Therapie haushoch überlegene Therapieform erwiesen." Tatsächlich haben Studien merhfach bewiesen, dass die sogennaten Anti-Arrhythmika in derartigen Fällen sogar zu einer erhöhten Sterblichkeit geführt haben.

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